KRANKENKASSE: Xundheit soll an die Sympany verkauft werden

Der Deal mit der Krankenkasse Concordia ist im September des vergangenen Jahres geplatzt. Nun beantragt der Stadtrat den Verkauf der angeschlagenen Krankenkasse an die Sympany.

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Passanten vor dem Xundheit-Geschäftssitz beim Pilatusplatz in Luzern. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Passanten vor dem Xundheit-Geschäftssitz beim Pilatusplatz in Luzern. (Bild Dave Schläpfer/Zisch)

Auch die Xundheit, der Krankenversicherer im Eigentum der Stadt Luzern, spürt die schwierige Situation der Krankenver­sicherungs-Branche, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der ungebroch­ene Anstieg der Gesundheits­kosten, die Verluste an den Finanzmärkten und die aktuellen Rahmenbedingungen in der Grundversicherung haben in der Rechnung 2008 zu einem Verlust von 10,6 Mio. Franken geführt.

Das Unternehmen habe aber auch in einigen Bereichen zulegen können: Im Unternehmungsgeschäft mit neuen Firmenkunden (+ 5%), im nicht obligatorischen Zusatzversicherungsgeschäft und bei den zur Gruppe gehörenden HMO-Praxen Altdorf, Luzern und Zug.

Grosser Stadtrat hat das letzte Wort
Vor dem Hintergrund der negativen Entwicklung, die sich im September/Oktober 2008 abzuzeichnen begann, suchten der Verwaltungsrat der Xundheit und der Stadtrat mit aller Kraft eine Lösung, wie es weiter heisst. Das Resultat dieser Bemühungen ist der Verkauf des Unternehmens an die Sympany-Gruppe für die Summe des Aktienkapitals von 400'000 Franken. Der Preis trage der «schwierigen Situation von Xundheit Rechnung und ist Bestandteil für die Gestaltung einer erfolgreichen Zukunft». Der Verkauf muss am 25. Juni 2009 vom Grossen Stadtrat noch bestätigt werden.

Sympany ist die Nachfolgeversicherung der ehemaligen ÖKK Basel, die bis zur Auflösung der ÖKK-Gruppe eng mit der Xundheit – damals ÖKK Luzern – zusammengearbeitet hat. Sympany ist nach Ansicht des Stadtrates für Xundheit eine gute Lösung:

  • «Sie verfügt über ähnliche Versicherungsprodukte.
  • Sie setzt auf Managedcare-Angebote (HMO-Angebote).
  • Sie strebt eine starke, dezentralisierte Verankerung an.»

Weiterbestand der Xundheit angestrebt
Die Xundheit wird weiter bestehen, wie es weiter heisst. Die Massnahmen zur Neugestaltung der Geschäftsprozesse, die vom Verwaltungsrat der Xundheit Ende Sommer 2008 eingeleitet worden sind, würden weiterhin mit aller Konsequenz durchgeführt. Die Zahl der Arbeitsplätze orientiere sich am entsprechenden Geschäftsvolumen.

scd