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KRANKENKASSEN: Asylbewerber werden im Kanton Luzern im Hausarztmodell versichert

Ohne Debatte sind sich Regierung und Kantonsrat einig: Im Asylbereich lässt sich mehr sparen.

Manchmal bedeutet Sparen harte Vorarbeit. Das ist auch bei den Krankenkassenkosten von Asylbewerbern so. In der Stellungnahme zu einem Postulat von Kantonsrat Robi Arnold (SVP, Mehlsecken) erklärt die Luzerner Regierung: «Im November 2016 wurde ein Krankenkassenwechsel für die rund 1800 versicherten Asylsuchenden vorgenommen. Dieser Wechsel hat einen enormen personellen Effort erfordert und zu einem Prämiensparvolumen für 2017 von rund 400'000 Franken geführt.»

Mit dem erwähnten Postulat forderte Robi Arnold, dass der Kanton für die Asylsuchenden bei der Krankenkasse das Hausarztmodell wählt – um damit zwischen 12 und 15 Prozent Kosten zu sparen. Da die verantwortliche Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons im November das gewählte Modell sowieso überprüfen will, beantragte die Regierung, das Postulat für erheblich zu erklären. Und das tat der Kantonsrat auch; ohne grosse Worte, dafür mit 106 zu 1 Stimmen. Im Kanton Luzern werden Asylsuchende, welche von wirtschaftlicher Sozialhilfe abhängig sind, in einem Kollektivvertrag krankenversichert. Dieser erleichtert die administrative Abwicklung der Prämienzahlungen sowie der Leistungsabrechnungen massiv und hilft, personelle Ressourcen einzusparen.

Kanton zahlt 400 Franken pro Asylsuchenden

Der Kanton bezahlt momentan für Asylsuchende durchschnittlich pro Monat 285 Franken Krankenkassenprämie sowie 115 Franken für die übrigen Kosten wie Franchise, Selbstbehalte und Zahnarzt-, Arzt- sowie Spital­kosten. Damit belaufen sich die Gesundheitskosten für Asylsuchende auf durchschnittlich 400 Fran­ken pro Monat. Der Bund entschädigt den Kanton Luzern im Rahmen der Globalpauschale mit einem Krankenkassen-Anteil von 365.65 Franken pro Person.

Zwar ist es laut der kantonalen Dienststelle nicht immer einfach, Hausärzte für Asylsuchende zu begeistern; man wolle aber trotzdem darauf hinwirken. (avd)

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