KRANKENKASSEN: Heimtückische Schwarze Liste

Wer seine Prämien nicht bezahlt, landet im Kanton Luzern schnell auf der Schwarzen Liste. Wesentlich schwieriger ist es, wieder von der Liste gestrichen zu werden.

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Krankenkassen melden nicht immer, dass ein Kunde von der schwarzen Liste gestrichen werden könnte. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Krankenkassen melden nicht immer, dass ein Kunde von der schwarzen Liste gestrichen werden könnte. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Wer keine Krankenkassenprämien bezahlt, soll nur noch in Notfällen behandelt werden. Das ist der Grundgedanke der Liste säumiger Prämienzahler, die im Kanton Luzern schon seit letztem Oktober in Kraft ist. Zurzeit befinden sich 4800 Namen auf der Liste. Sobald der Kunde die Prämie bezahlt, wird er von der Liste genommen.

Schwammiges Gesetz

Nur: Im Krankenversicherungsgesetz ist nicht genau geregelt, wann die Krankenkassen melden müssen, wenn jemand seine Schulden bezahlt hat. Die Praktiken bei den Versicherern gehen denn auch weit auseinander. So sagt etwa KPT-Sprecherin Carmen Iseli, dass die Kasse innerhalb weniger Tage melde, wenn eine Betreibung gegen einen Kunden eingeleitet worden sei. Hat dieser Kunde die Schulden bezahlt, leitet das die Kasse aber nicht weiter: «Dazu besteht keine rechtliche Vorgabe», sagt Carmen Iseli. Kurz: Die Kunden bleiben einfach auf der Liste, obwohl sie ihre Schulden bei der Kasse beglichen haben.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.