KRANKHEIT: 1. Fall von Mexikogrippe im Kanton Luzern

Die Zahl der Mexikogrippe-Fälle hat sich am Donnerstag in der Schweiz um sechs neue Erkrankungen auf insgesamt 72 erhöht. Erstmals wurde ein Fall im Kanton Luzern nachgewiesen.

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Marco Rossi, leitender Arzt Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital Luzern, bei der Demonstration von Schutzkleidung bei der Behandlung von Schweinegrippen-Patienten. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Marco Rossi, leitender Arzt Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital Luzern, bei der Demonstration von Schutzkleidung bei der Behandlung von Schweinegrippen-Patienten. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Dies ist dem Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu entnehmen. Der 26-jährige Luzerner, dem es nach Angaben des Spitals bereits wieder besser gehe, steht bis am Samstag unter Hausarrest.

Die fünf anderen neuen Fälle betrafen die Kantone Bern, Genf, Tessin, Wallis und Zürich, wobei der Fall in Zürich noch nicht das Nationale Zentrum für Influenza bestätigt ist. Am Donnerstag waren 20 Verdachtsfälle in mehreren Kantonen noch in Abklärung.

Schweizweit 72 Fälle bestätigt
Die Grippe A(H1N1) wurde erstmals am 29. April 2009 in der Schweiz nachgewiesen. Bis zum (heutigen) Donnerstag wurden insgesamt 72 bestätigte Fälle registriert, wie es weiter heisst. Bei 67 Fällen handelt es sich um Rückreisende aus verschiedenen Ländern. Fünf Fälle haben sich in der Schweiz angesteckt. Derzeit sind 20 Verdachtsfälle aus verschiedenen Kantonen in Abklärung. Weltweit meldete die Weltgesundheitsorganisation WHO bislang 77?201 Fälle der Grippe A(H1N1), davon 332 Todesfälle.

«Keine erhöhte Gefährdung»
Die Risikoeinschätzung für die Schweiz ändert sich durch die am 11. Juni angepasste Einstufung auf die Phase 6 zurzeit nicht. (Die Phase 6 bedeutet, dass es in mindestens einer zweiten WHO-Region zu einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch Übertragung gekommen ist.) Für die Bevölkerung werde nach wie vor keine erhöhte Gefährdung durch die Grippe A(H1N1) gesehen, heisst es weiter. Um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen und das Virus nicht weiterzuverbreiten, seien die persönlichen Hygienemassnahmen zu beachten.

ap/scd/red