KRAWALLE: Nun werden die Fussball-Hooligans bestraft

Das Amtsstatthalteramt Luzern hat neun Fussballhooligans mit Geldstrafen, gemeinnütziger Arbeit und Bussen bestraft. Die Männer hatten sich am 19. Mai 2007 im Anschluss an das Fussballspiel FC Luzern – FC Basel an den Krawallen und Ausschreitungen in der Stadt Luzern beteiligt.

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Die Polizei setzte beim Einsatz vom 19. Mai Wasserwerfer gegen die Randalierer ein. (Bild Marco Zanoni/Neue LZ)

Die Polizei setzte beim Einsatz vom 19. Mai Wasserwerfer gegen die Randalierer ein. (Bild Marco Zanoni/Neue LZ)

Im Juni 2007 haben die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden die Fotos von fünf – damals unbekannten – Randalierer auf der Homepage der Kantonspolizei Luzern veröffentlicht. Die Männer hatten sich aktiv und gewaltsam an den Ausschreitungen nach dem Fussballmatch vom FC Luzern - FC Basel beteiligt. Teilweise haben sie Polizisten mit Flaschen beworfen. Innert weniger Stunden konnten alle fünf unbekannten Personen identifiziert werden.

Strafuntersuchung und Strafe
Nun hat das Amtsstatthalteramt Luzern hat die Untersuchung gegen neun Randalierer abgeschlossen. Die Männer wurden insbesondere wegen Trunkenheit, Landfriedensbruchs und wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte zur Anzeige gebracht. Die nicht vorbestraften Männer wurden mit bedingten Geldstrafen zwischen 50 bis 120 Tagessätzen à 30 bis 90 Franken– je nach Tatintensität – bestraft. Zudem haben sie Bussen zwischen 500 und 1200 Franken und die amtlichen Kosten zu bezahlen. Einer der Männer war vorbestraft und wurde mit 320 Stunden Gemeinnütziger Arbeit (unbedingt) bestraft.

Die Männer sind zwischen 18 und 37 Jahren alt. Sie stammen aus der Schweiz und wohnen in den Kantonen Luzern (6) und Basel (3). Sieben Urteile sind rechtskräftig. Zwei Verfahren sind – wegen Einsprachen – noch nicht abgeschlossen. 11 weitere Verfahren wurden an die Jugendanwaltschaft bzw. an andere Kantone, in denen bereits Verfahren hängig waren, abgetreten, wie die Strafuntersuchungsbehörden mitteilen.

scd