Krawalle: Polizei räumt Fehler ein

Sie würden friedlich sein, versprachen die GC-Fans vor dem Spiel gegen Luzern. Die Polizei vertraute ihnen.

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Die Polizei riegelt Teile des Bahnhofs ab. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Polizei riegelt Teile des Bahnhofs ab. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Pyrofackeln der GC-Chaoten im Cupspiel in der Luzerner Swissporarena vom Dienstagabend waren nur ein Vorspiel. Nach Spielschluss stiegen einige GC-Chaoten am Bundesplatz aus den Bussen und lieferten sich mit der Luzerner Polizei einen Schlagabtausch. Dieser setzte sich am Bahnhof fort – mit Steinwürfen und Gummischrot. Zwar gelang es der Polizei, die Lage um 23 Uhr unter Kontrolle zu bringen. Verhaftungen waren aber keine möglich.

Dazu seien zu wenig Polizisten im Einsatz gestanden, begründet Polizeikommandant Beat Hensler. Grund: Die Polizei hatte zu wenig Einsatzkräfte aufgeboten, weil die GC-Anhänger in Gesprächen vor dem Spiel versprochen hatten, friedlich zu sein. Im Gegenzug wurde ihnen gewährt, sich in anderen Sektoren als im Gästesektor aufzuhalten. Friedliche GC-Fans? Ein Irrtum, wie Hensler feststellen musste: «Unsere Lagebeurteilung war falsch.»

Internetfahndung denkbar

Nun analysiert die Luzerner Polizei das Bild- und Videomaterial – vom Fackelwurf im Stadion einerseits, von den Ausschreitungen im Bahnhof andererseits. Hensler zieht auch eine Internetfahndung in Betracht, wenn die herkömmlichen Ermittlungen ausgeschöpft sind. «Dann wäre die Internetfahndung bei der Schwere der Delikte durchaus angebracht.»

Alexander von Däniken

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