Krebsregister hilft Leben retten

Seit 2010 existiert im Kanton Luzern ein zentrales Krebsregister. Im ersten Erfassungsjahr wurden über 2500 Neuerkrankungen detailliert registriert.

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Hautkrebsuntersuchung in der Dermatologischen Klinik des Kantonsspitals Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Hautkrebsuntersuchung in der Dermatologischen Klinik des Kantonsspitals Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Krebsliga Zentralschweiz hat sich immer schon für ein Krebsregister eingesetzt. 2010 wurde es in Betrieb genommen. Es erfasst alle Tumorkrankheiten und ihr Umfeld in den Kantonen Luzern, Uri, Nid- und Obwalden. Das Krebsregister steht unter Leitung von Joachim Diebold, Chefarzt des Pathologischen Instituts am Luzerner Kantonsspital.

Häufigste Krebsart: Hautkrebs

Wie die Krebsliga Zentralschweiz am Montzag mitteilte, wurde an einer erstmaligen Infoveranstaltung festgestellt, dass die erhobenen Zahlen nationale Trends bestätigen: Hautkrebs die häufigste Tumorart in der Zentralschweiz (593 Fälle, jedoch nur teilweise bösartig), gefolgt von Brustkrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs.

Die Infoveranstaltung zeigte etwas deutlich: Aufgrund der gesammelten Daten können Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachbetreuung von Krebserkrankungen entscheidend verbessert werden. Weil es dabei um persönliche Daten geht, wird dem Datenschutz grosses Gewicht beigemessen.

Breit abgestützte Finanzierung

Der Kanton Luzern unterstützt den Betrieb des Krebsregisters mit einem Pro-Kopf-Beitrag von 95 Rappen pro Jahr. Seit 2011 beteiligen sich auch Nidwalden, Obwalden und Uri an der Finanzierung. Zudem wird das Projekt von weiteren Geldgebern getragen. Dazu gehört auch die Krebsliga Zentralschweiz. Sie leistet einen Beitrag von 160'000 Franken für die detaillierte Datenerhebung des Lungenkrebs.

pd/zim