Luzern
Coronakredit: Betrug landet bei Kantonsgericht

Das Luzerner Kriminalgericht beurteilte am 25. März als erstes Gericht der Deutschschweiz den Fall eines Coronakreditbetrugs.

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(sam) Bereits nach der Verhandlung war sich der Staatsanwalt sicher, dass in diesem Fall noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Und er behielt recht. Gegen das Urteil legte der Verteidiger des 35-jährigen selbstständigen Gipserunternehmers Berufung ein, er fordert einen Freispruch. Es liege kein Betrug vor, sein Mandant sei berechtigt gewesen, einen Sonderkredit zu beantragen.

Die Strafe lautet: zehn Monate unbedingt, fünf Jahre keinen Betrieb mehr führen, der Bürgschaftsorganisation Mitte 97'000 Franken und dem Staat als Ersatzforderung 50'000 Franken bezahlen und auch die Verfahrenskosten übernehmen. Mit dem Strafmass ging das Kriminalgericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Als Nächstes muss das Kantonsgericht darüber urteilen.