KREMATIONSVEREIN: Kritik an Bestattungsgebühren

Ein Urnengrab sei im Vergleich zur Erdbestattung zu teuer, kritisiert der Kremationsverein Luzern. Und fordert Anpassungen bei den Gebühren.

Olivia Steiner
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Ein Urnengrab sei im Vergleich zur Erdbestattung zu teuer, kritisiert der Kremationsverein Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Ein Urnengrab sei im Vergleich zur Erdbestattung zu teuer, kritisiert der Kremationsverein Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Die Feuerbestattung darf nicht weiter benachteiligt werden.» Das schreibt Hansjörg Kaufmann, Präsident des Kremationsvereins Luzern, in seinem Jahresbericht. Kaufmann kritisiert, die per 2014 eingeführten Bestattungsgebühren seien «massiv zu Lasten» von Urnenbeisetzungen ausgestaltet. «Wir werden im Vorstand das weitere Vorgehen und die mögliche Einflussnahme diskutieren, damit diese Gebühren in Zukunft nach dem Rechtsgrundsatz der Verhältnismässigkeit gemäss Bundesverfassung angesetzt werden», so Kaufmann.

Konkret geht es dem Präsidenten darum: «Im Vergleich zu Erdbestattungen benötigen Urnenbeisetzungen nur 10 Prozent so viel Aufwand, nur einen Drittel der Fläche und die Nutzungsdauer beträgt normalerweise 15 statt 25 Jahre. Deshalb müssten Urnenbestattungen eigentlich gut drei Mal günstiger sein als Erdbestattungen.»

Cornel Suter, Leiter Friedhof bei der Stadt Luzern, glaubt nicht, dass die Gebühren unverhältnismässig sind. «Diese wurden vom Grossen Stadtrat in einem politischen Prozess festgelegt. Die Kalkulation basiert auf den Selbstkosten pro Bestattungsart.» Zwar sei der Selbstkostenanteil bei den Urnen wenig höher ist als bei den Erdbestattungen, die Differenz sei aber gering. «Aus unserer Sicht besteht kein Handlungsbedarf.»