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KRIENS: 300 Autos sollen beim Eigenthaler Bergrennen an den Start

Die Vorbereitungen für das historische Oldtimer-Schaufahren Richtung Eigenthal sind in vollem Gang. Der Gemeinderat begleitet den Anlass «wohlwollend».
Hugo Bischof
Links: Martina Garovi, Tochter des letzten «Eigenthal»-Siegers. Rechts: OK-Chefs Alfred Gut (vorne) und Martin Käser in einem «S.S.90» (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 31. Januar 2017))

Links: Martina Garovi, Tochter des letzten «Eigenthal»-Siegers. Rechts: OK-Chefs Alfred Gut (vorne) und Martin Käser in einem «S.S.90» (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 31. Januar 2017))

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Noch dauerts eineinhalb Jahre bis zum grossen Oldtimer-Schaufahren in Kriens – als Hommage an die legendären Bergrennen Kriens–Eigenthal – am 15./16. September 2018. Doch schon ist Startnervosität spürbar. Am Dienstag wurden in der Garage Epper in Kriens nämlich symbolisch die ersten Startnummern vergeben.

Die Nummer 1 geht an Martina Garovi. Das ist kein Zufall, denn sie ist die Tochter von Mario Garovi, dem 2016 verstorbenen Sieger des letzten Eigenthaler Bergrennens 1968 in der GT-Klasse. Seine Tochter wird mit demselben Auto an den Start des Eigenthaler «Historic-Oldtimer»-Revivals gehen wie einst ihr Vater, einem Lotus Elan mit Jahrgang 1964. Das schnittige, tief liegende Rennauto hat eine grosse Geschichte. Es war mehrmals auf der Rennstrecke in Le Mans im Einsatz. Das in Leichtbauweise erbaute Auto wiegt nur zwischen 400 und 500 Kilo. «Es ist gut zu fahren, auch wenn der Sitz etwas eng ist», erzählt Martina Garovi schmunzelnd. Die 40-Jährige ist Architektin in Sachseln und fährt hobbymässig Autorennen. Gestern waren in der Garage Epper weitere Renn-Oldtimer zu bestaunen, etwa ein roter «S.S.90» (später Jaguar), 1935 in England erbaut – mit 6-Zylinder-Motor und 145 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit. Weltweit gibts davon nur 24 Exemplare.

Im «fahrenden Museum» zum Holderchäppeli

Als ältestes Auto war ein Alfa Romeo von 1930 zu sehen. «Wir hoffen, möglichst viele solcher Autos am Start zu sehen», sagt OK-Präsident Alfred Gut. Das OK rechnet mit maximal 300 Fahrzeugen, darunter auch Motorrädern. Jüngster zugelassener Jahrgang ist 1971. Die Strecke führt von der Hergiswaldbrücke bis zum Holderchäppeli, nicht bis hinauf ins Eigenthal, denn die Zufahrt von Malters ins Eigenthal muss für den Busverkehr gewährleistet sein. «Es wird kein Rennen geben, dafür sind die Fahrzeuge viel zu wertvoll», so Vize-OK-Präsident Martin Käser. Es werde ein «fahrendes Museum» sein.

«Die polizeiliche Bewilligung für das Oldtimer-Schaufahren liegt vor», erklärt Käser, «mit den für motorsportliche Veranstaltungen üblichen Auflagen.» Dabei gehe es etwa um die Erstellung eines Abfallkonzepts und genügend WC-Häuschen. «Auch der Gemeinderat Kriens hat uns ideelle Unterstützung zugesagt», so Käser. Das bestätigt Thomas Kost vom Finanzdepartement: «Der Gemeinderat hat entschieden, das Oldtimer-Schaufahren wohlwollend zu begleiten.» Eine eigentliche Bewilligung liege zwar noch nicht vor: «Aber falls die nötigen Auflagen erfüllt werden, steht dem Anlass nichts mehr im Wege.»

Zahlreiche Begleitveranstaltungen sind geplant, darunter am Samstag vor dem Schaufahren ein «Nostalgie-Tag Kriens» beim Bellpark-Museum. Dort soll es auch eine Ausstellung historischer Autos geben.

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