KRIENS: 34 Einsprachen gegen Strassenprojekt

Gegen die Sanierung der Kantons­strasse zwischen Kriens und Obernau gibt es Widerstand. Streitpunkt sind Bus­buchten – aber auch die Velosicherheit.

Lena Berger
Drucken
Teilen
Der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget am Mittwochnachmittag auf der Kantonsstrasse zwischen Kriens und Obernau. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget am Mittwochnachmittag auf der Kantonsstrasse zwischen Kriens und Obernau. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Sanierungsmassnahmen entlang der Obernauerstrasse sind umstritten. Das Kantonsprojekt sieht vor, dass Ampeln den Verkehr aus den Zufahrtsstrassen zurückhalten, wenn ein Bus kommt – damit dieser freie Fahrt hat. Zudem sollen zwei Busbuchten aufgehoben werden. Wie der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget auf Anfrage erklärt, sind gegen das Vorhaben 34 Einsprachen eingegangen. «Wir werden diese nun prüfen und zusammen mit einer Stellungnahme des Gemeinderates an den Kanton weiterleiten. Dieser wird das Verfahren mit den legitimierten Einsprechern führen.»

Neue Busbuchten gefordert

Wie angekündigt wehrt sich der Gewerbeverband per Einsprache gegen jegliche Bushaltestellen, die nicht über eine Busbucht funktionieren. Gefordert wird, dass nicht – wie bei der Pulvermühle und beim Schappe-Center geplant – Busbuchten aufgehoben werden, sondern im Gegenteil neue geschaffen werden. Etwa bei der Haltestelle Hammerschmiede oder an der Zumhofstrasse.

Streitpunkt Velostreifen

Ebenfalls eine Einsprache gemacht haben der Verein Pro Velo Luzern und die Sektion Luzern des VCS. Sie fordern dass im oberen Bereich der Strecke – in Fahrtrichtung Obernau – ein Velostreifen geschaffen wird. Auch die Gemeinde unterstützt dieses Anliegen – mit einer eigenen Einsprache. «Wenn Velofahrer bergaufwärts keine eigene Spur haben, müssen der Bus und der Privatverkehr langsam hinter ihnen her fahren. Das dient der Verflüssigung nicht; wir wollen weniger Stauzeiten für alle Verkehrsteilnehmer», erklärt der zuständige Gemeinderat Cyrill Wiget.