KRIENS: Ab 2017 Krienser Wein vom Sonnenberg

Ab 2017 soll es jährlich 15'000 Flaschen Wein aus Kriens geben. Seit Montag sind die Vorbereitungsarbeiten bei der Liegenschaft Unterhus für den Rebberg im Gang.

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Erste Pflöcke eingeschlagen für den Krienser Rebberg (v.l.): Initiant Patrick Koch, Gemeinderat Cyrill Wiget und Weinbauer Toni Ottiger. (Bild: PD)

Erste Pflöcke eingeschlagen für den Krienser Rebberg (v.l.): Initiant Patrick Koch, Gemeinderat Cyrill Wiget und Weinbauer Toni Ottiger. (Bild: PD)

Am Montag ist mit dem Spatenstich der Startschuss für den Rebberg in der Gemeinde Kriens gefallen. Die Rebbaugenossenschaft Sonnenberg bereitet in einer ersten Phase die Pflanzung der Reben nach Ostern vor. Auf den Bau von Mauern und auf unnötige Erdverschiebungen wird verzichtet.

6500 Rebstöcke

Geplant sind laut einer Medienmitteilung der Gemeinde Kriens vom Montag dereinst 6500 Rebstöcke (weisse Trauben: Johanniter-Traube; rote Trauben: Cabernet-Jura). Ebenfalls installiert wird eine zwei Meter hohe Drahtanlage. An ihr werden später die Reben zur optimalen Besonnung hochgezogen. Ein Netz soll zudem im Winter die Reben vor Hagelschlag schützen. Noch vor Ostern werden die bestehenden Obstbäume gefällt, für die aber vollständige Ersatzpflanzungen vorgesehen sind.

Das Projekt steht unter der Leitung einer Genossenschaft um Einwohnerrat und Initiant Patrick Koch. Der Genossenschafts-Vorstand hat sich die fachliche Beratung des Luzerner Winzers Toni Ottiger aus Kastanienbaum gesichert. Er wird die Krienser Trauben dereinst nach streng ökologischen Richtlinien in seinem Betrieb in Kastanienbaum zu Wein veredeln. Der Krienser Wein wird dabei die kontrollierte Ursprungsbezeichnung «AOC Luzern» tragen können und gehört zur Rebbauregion Vierwaldstättersee.

Geht es nach Plan, wird die erste Weinlese im Krienser Rebberg im Herbst 2016 stattfinden. Der erste Wein wird dann im Sommer 2017 verkauft. Wenn die Natur mitspielt, kann ein Etrag zwischen 12'000 und 15'000 Flaschen erwartet werden.

«Mit einer Kombination von Bio-Rebbau am Hang und konventioneller landwirtschaftlicher Nutzung mit ökologischen Aufwertungsmassnahmen in der Ebene entspreche die Bewirtschaftung den Anforderungen an einen Musterbetrieb», schreibt die Gemeinde Kriens weiter.

Erst anfangs Februar hat der Krienser Gemeinderat die Baubewilligung ersteilt, nachdem alle Einsprachefristen abgelaufen sind.

pd/rem