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KRIENS: Auch Autofahrer würden profitieren

Die SVP befürchtet, die geplante Busbevorzugung werde zu Staus führen. Ein attraktiver ÖV entlaste den Strassenverkehr als Ganzes, kontert ein Verkehrsexperte.
Mirjam Weiss
In Kriens sollen Busse künftig vermehrt auf der Strasse statt in Busbuchten halten - so wie es an der Bushaltestelle Stampfeli im Obernau bereits heute der Fall ist. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In Kriens sollen Busse künftig vermehrt auf der Strasse statt in Busbuchten halten - so wie es an der Bushaltestelle Stampfeli im Obernau bereits heute der Fall ist. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Neun Millionen Passagiere nutzen jedes Jahr die Buslinie 1 zwischen Kriens und Ebikon. Künftig sollen es noch mehr werden. Grössere Busse, kürzere Fahrzeiten und eine grössere Fahrplanzuverlässigkeit sollen das Busangebot attraktiver machen. Das sogenannte RBus-System, ein Massnahmenpaket, das im kantonalen ÖV-Bericht vorgesehen ist, sieht unter anderem die Busbevorzugung an Ampeln und die Aufhebung von Busbuchten neben der Fahrbahn vor. Die geplanten Massnahmen stossen aber auf Widerstand: «Diese richten sich sehr einseitig gegen den motorisierten Individualverkehr», bemängelt SVP-Kantonsrat Daniel Keller. «Diese Benachteiligung wird zu enormem Stau und zu Kolonnen in den Zufahrtsstrassen führen.» Die Fahrt von Kriens nach Luzern könne sich dadurch künftig um 30 Minuten verlängern.

«Das System ist sehr gut»

Sind diese Befürchtungen berechtigt? Jein, sagt Verkehrsexperte Andreas Kaufmann, Geschäftsleiter der AKP Verkehrsingenieur AG mit Sitz in Luzern und Zürich. Dadurch, dass die Busse künftig an einigen Haltestellen statt in einer Busbucht direkt auf der Fahrbahn halten sollen, komme es zu einer kurzen Haltezeit von 10 bis 20 Sekunden für die Autofahrer. «Solche Haltestellen auf der Fahrbahn sollen aber nur punktuell und nicht auf der ganzen Strecke eingesetzt werden», sagt Andreas Kaufmann. «Die Befürchtung von SVP-Kantonsrat Daniel Keller, die Fahrzeit würde um eine halbe Stunde verlängert, ist völlig aus der Luft gegriffen.» Ausserdem sei dies nur eine Massnahme in einem Gesamtpaket, von dem letztlich alle Verkehrsteilnehmer profitieren sollen. «Es geht nicht um eine Benachteiligung der Autofahrer», betont Kaufmann. «Ein attraktiver öffentlicher Verkehr entlastet den Strassenverkehr als Ganzes.»

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