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KRIENS: Beschaffungen: Preis wird weniger stark gewichtet

Öffentliche Beschaffungen sollen in Kriens künftig nach einheitlichen Kriterien erfolgen. Die Gemeinde Kriens schafft dazu ein neues Beschaffungsreglement. Dieses ersetzt die bisherigen verwaltungsinternen Weisungen. Dass es ein solches Reglement braucht, war im Einwohnerrat unbestritten. Er stimmte dem Reglement einstimmig zu.
Blick auf die Gemeinde Kriens. (Archivbild: Philipp Schmidli)

Blick auf die Gemeinde Kriens. (Archivbild: Philipp Schmidli)

Gegenüber der Vorlage des Gemeinderats nahm das Parlament einzelne Änderungen vor. So muss eine Firma künftig zwingend den Nachweis erbringen, dass sie den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommt, bevor sie einen Auftrag erhält. Der Gemeinderat muss zudem Detailfragen, die im Reglement nicht geregelt sind, mit verwaltungsinternen Weisungen präzisieren. Diese Weisungen muss er der Kommission für Finanzen und Gemeindeentwicklung (KFG) vorlegen.

Bereits in der ersten Lesung im Dezember 2016 entschied der Rat, dass der Preis bei der Auftragsvergabe nicht immer das Hauptkriterium sein soll. In sachlich begründeten Fällen darf die Gewichtung des Preises auf 20 Prozent reduziert werden. Der Gemeinderat schlug 35 Prozent vor.

Auslöser für das neue Reglement war eine Motion von Enrico Ercolani (FDP). Dieser freut sich, dass das Parlament dem neuen Reglement zugestimmt hat: «Ich bin überzeugt, dass weitere Gemeinden, Kantone und vielleicht sogar der Bund, ihre Reglemente nach unserem Vorbild überarbeiten werden.»

cgl

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