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KRIENS: Bund will Bypass begrünen

Die Grosshofbrücke als Teil des Bypasses soll auf einer Länge von 240 Metern überdacht und mit einem Park ergänzt werden. In Kriens ist man mit den Plänen des Bundes nur bedingt zufrieden.
Gabriela Jordan und
Die Autobahn soll hier ausgebaut und überdacht werden. Darüber ist ein Park geplant. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 6. September 2016))

Die Autobahn soll hier ausgebaut und überdacht werden. Darüber ist ein Park geplant. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 6. September 2016))

Gabriela Jordan und

Beatrice Vogel

region@luzernerzeitung.ch

Für die neue Transitautobahn Bypass soll der Anschluss Kriens im Gebiet Grosshof stark umgebaut werden. Dafür hat das Bundesamt für Strassen (Astra) einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Jetzt ist das Siegerprojekt für die neu zu gestaltende Grosshofbrücke bekannt: Von den acht eingereichten Vorschlägen hat die aus Fachexperten zusammengesetzte Jury das Projekt «Viva» der Zürcher Planergemeinschaft Grosshof ACS-Partner AG zum Sieger erkoren. Das schreibt das Astra auf seiner Homepage. Das Projekt besteht aus einem sogenannten «Brückenhaus» und sieht einen Park auf der überdachten Autobahn vor. Diese soll auf einer Länge von 240 Metern eingehaust werden.

Das Projekt Viva werde «der Gegend beim Eichhof ein einladendes neues Gesicht geben», begründet das Astra seine Wahl. Demnach wird die begehbare Landschaft das Gebiet gleich auf drei Ebenen beleben: Kantons- und Nationalstrasse, Langsamverkehr und Ökosystemvernetzung. Durch einen Lift kann zwischen der ersten und der dritten Ebene gewechselt werden. Mehr Informationen will das Astra nächste Woche bekannt geben.

Mit dem Projekt kommt der Bund dem Komitee «Bypass so nicht!», dem alle Krienser Parteien angehören, nur teilweise entgegen. Dieses fordert, dass die Autobahn auf dem ganzen Gemeindegebiet eingehaust oder untertunnelt wird. Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne) sagt: «Unserer Meinung nach hat das Astra ein gutes Projekt ausgewählt, insbesondere die öffentliche Nutzung des Parks auf der Dachfläche des Portals ist sinnvoll.» Dass das Krienser Bypass-Portal möglichst siedlungsverträglich gebaut werden soll, ­nehme der Gemeinderat wohlwollend zur Kenntnis. Aber: «Das Projekt entspricht noch nicht dem, was wir uns vorstellen. Denn bis zum Portaleingang in Horw bleiben noch mehrere hundert Meter, die offen geführte Autobahn sein werden.» Nun gehe es darum, das Optimierungspotenzial auf der noch offen geführten Strecke auszuloten.

Gegnerkomitee gibt noch nicht auf

Ähnlich wie Wiget äussert sich Einwohnerrat Räto Camenisch (SVP) vom Komitee «Bypass so nicht!». «Wir sind immer davon ausgegangen, dass das Portal Süd anständig gestaltet wird. Unsere Forderungen nach einer etwas längeren Einhausung der Fahrbahnen wurden im Projekt leider nicht aufgenommen.» Aufgeben will das Komitee noch nicht: «Wir sind mit Bern noch nicht fertig», gibt sich Camenisch kämpferisch. Er betont aber: «Wir sind nicht gegen den Bypass an sich, sondern gegen dessen ursprünglich geplante Ausführung. Wir lassen durchaus mit uns reden.» Ein Jahrhundertbauwerk durch eine Stadt müsse unbedingt auf die Bevölkerung Rücksicht nehmen.

Anfang September hat das Komitee in Bern eine Petition zu diesem Thema eingereicht. Ob das Anliegen beim weiteren Projektverlauf berücksichtigt wird, ist unklar. Auf Anfrage heisst es beim Astra: «Innerhalb des gesetzlichen Spielraums werden die Anliegen der Gemeinde Kriens ernst genommen und wenn möglich berücksichtigt.» Das generelle Projekt ist vom Bundesrat bereits genehmigt worden. Das Astra hat somit den Auftrag erhalten, mit der Planung fortzufahren. Als Erstes wird nun das Ausführungsprojekt erarbeitet, dann folgt voraussichtlich Ende 2019 die öffentliche Auflage.

Hinweis

Das Siegerprojekt und die sieben anderen eingereichten Projektarbeiten können vom 2. bis 13. Oktober im Schulhaus Grossfeld besichtigt werden. Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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