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KRIENS: Bundesgericht bestätigt Fluchtgefahr

Ein Vater aus Kriens nahm seinen Sohn in den Libanon mit, tat dies jedoch ohne Zustimmung der Mutter.

Im Oktober 2011 nahm ein Mann aus Kriens seinen damals 5-jährigen Sohn in den Libanon mit und übergab ihn der dort lebenden Grossmutter des Kindes. Seither lebt der inzwischen 10-Jährige bei seinen Verwandten im Libanon. Der Vater tat dies ohne Zustimmung der Mutter des Kindes und der Vormundschaftsbehörde. Deshalb wurde er 2016 vom Luzerner Kriminalgericht wegen Entführung verurteilt. Das Urteil lautete auf drei Jahre und vier Monate Gefängnis. Dagegen legte der Mann Berufung ein.

Noch während des Berufungsverfahrens liess ihn die Luzerner Staatsanwaltschaft im Dezember 2016 verhaften. Grund: akute Fluchtgefahr. Seither sitzt der Beschuldigte in Sicherheitshaft. Auch dagegen legte er Beschwerde ein – die vom Bundesgericht nun abgewiesen wird. Die Richter in Lausanne kommen wie die Luzerner Justiz zum Schluss, dass die Fluchtgefahr real ist. Die Versuchung, sich durch Abtauchen einer mehrjährigen Haftstrafe zu entziehen, sei gross.

Sohn dürfte nicht im Libanon bleiben

Der im Libanon aufgewachsene Mann ist nicht libanesischer Staatsbürger, kann aber offenbar mit einem palästinensischen Flüchtlingspass problemlos in den Libanon einreisen. Die Fluchtgefahr ist gemäss Bundesgericht noch aus einem anderen Grund gegeben: Selbst wenn der Mann seine dreieinhalbjährige Haftstrafe in der Schweiz abgesessen hat, ist er nicht aus dem Schneider, solange sein Sohn im Libanon lebt. Anders gesagt: Solange der illegale Zustand nicht beendet ist, muss der Mann nach Verbüssung der Haft mit weiteren Strafverfahren rechnen.

Auch den Vorschlag des Beschuldigten, man könne ihn ja anstelle der Sicherheitshaft mit einer elektronischen Fussfessel überwachen, lehnt das Bundesgericht ab. Der Grund ist, dass der Kanton Luzern zurzeit noch gar nicht über entsprechende Geräte für ein «Electronic Monitoring» besitzt. (rk)

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