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KRIENS: Bypass: Bund will Autobahnbrücke überdachen

Das Südportal des Sonnenberg-Tunnels soll mit dem Bypass überdacht werden. Das schlägt der Bund vor. Von einer Überdachung der Autobahn bis zum Tunnel Schlund sieht er hingegen ab.
Die Ausfahrt der zukünftig zehn Autobahnspuren aus dem Sonnenberg sollen neu konzipiert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Die Ausfahrt der zukünftig zehn Autobahnspuren aus dem Sonnenberg sollen neu konzipiert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Die Krienser Forderungen sind bekannt: Der Krienser Bypass-Abschnitt soll entweder überdacht oder tiefer gelegt werden. Dies, um die Lärmbelastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die Gemeinde fordert eine Überdachung der Autobahn zwischen Sonnenberg- und Schlundtunnel.

Nun hat das Bundesamt für Strassen (Astra) eine Kosten-Nutzen-Analyse für eine Überdachung der Autobahn erstellt. «Im Vordergrund stand das Angebot des Bundes an die Gemeinde Kriens, das Portal Süd des Tunnels Sonnenberg/Bypass als überdeckte Brücke bis zum Anschluss Kriens zu verlängern», schreibt das Bundesamt für Strassen (Astra) am Dienstag in einer Mitteilung.

Die vom Bund angebotene Lösung sieht einen Neubau der Autobahnbrücke im Eichhof sowie der Tunnelportale als gedecktes Bauwerk vor (siehe Visualisierungen). Die Ausfahrt der zukünftig zehn Autobahnspuren aus dem Sonnenberg soll neu konzipiert werden. Der Forderung nach einem Eingangstor zu Kriens werde mit der nun vorgeschlagene Lösung Rechnung getragen, schreibt das Astra. Der Kanton Luzern spreche sich ebenfalls für die vom Bund favorisierte Lösung aus.

Insgesamt waren vom Astra fünf Varianten einer Überdeckung Grosshof bis Schlund untersucht worden. Dabei galt es, verschiedene Faktoren wie Mehrkosten, möglichst hohe Lärmreduktion, zwei unabhängige Tunnelsysteme, keine Mehrbelastung für Kantons- und Gemeindestrassen im Notfall sowie städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen. Die untersuchten Varianten reichten von einer Gesamtüberdeckung Grosshof bis Schlund, welche nebst einer neuen Lüftung auch den Abriss verschiedener Liegenschaften sowie eine Aufstockung des bestehenden Tunnels Schlund beinhalten würde, bis hin zu einer Überdeckung im Bereich Grosshof von rund 100 Metern. Für eine Überdachung der Autobahn bis zum Tunnel Schlund sieht das Bundesamt für Strassenbau jedoch keine rechtliche Grundlage.

Ob sich die Gemeinde Kriens und die Krienser Bevölkerung hinter das Projekt stellen, ist unklar. Die Gemeinde nimmt nun Rückmeldungen aus der Bevölkerung entgegen (siehe Hinweis). Die Gemeinde schreibt, dass die Planer vom Bund sowie die Veranstaltungsbesucher am Montagabend an der Info-Veranstaltung in Kriens «nicht einheitlicher Meinung waren».

Herzstück des 1,6 Milliarden Franken teuren, vom Bund finanzierte Projekt Bypass ist ein 4 Kilometer langer Autobahntunnel zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Sonnenberg-Südportal. Der jetzige Autobahnabschnitt wird zur Stadtautobahn – und vom Durchgangsverkehr entlastet.

HINWEIS: Die Gemeinde Kriens wird jetzt ihre Stellungsnahme zu Handen des Kantons Luzern und damit auch zu Handen des Astra erstellen. Dabei sollen nicht nur die Rückmeldungen anlässlich der Info-Veranstaltung einfliessen, sondern auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung: Anliegen werden bis am 19. Juni via bypass@kriens.ch gesammelt.

rem

So könnte das Eingangstor Kriens beim Bypass mit der verlängerten Brücke künftig aussehen. (Bild: Visulisierung Astra)

So könnte das Eingangstor Kriens beim Bypass mit der verlängerten Brücke künftig aussehen. (Bild: Visulisierung Astra)

Die Brücke aus dem Sonnenbergtunnel (rechts) soll verlängert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Die Brücke aus dem Sonnenbergtunnel (rechts) soll verlängert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Der Abschnitt zwischen der bestehenden Autobahn und dem neuen Tunnel ist aus Krienser Sicht der Knackpunkt (rot markiert). (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

Der Abschnitt zwischen der bestehenden Autobahn und dem neuen Tunnel ist aus Krienser Sicht der Knackpunkt (rot markiert). (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

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