Kriens
Der Schiessstand Stalden zwischen Obernau und Hergiswald wird saniert

Damit nicht mehr in den Boden geschossen wird, erhält die Anlage ein Kugelfangsystem. Ausserdem ist eine Alt­lastensanierung nötig.

Stefan Dähler
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Schützen im Schiessstand Stalden.

Schützen im Schiessstand Stalden.

Bild: Archiv Luzerner Zeitung

Die 1979 eröffnete Schiessanlage Stalden zwischen Obernau und Hergiswald muss saniert werden, wie die Stadt Kriens schreibt. Dies, weil seit diesem Jahr das «Schiessen in den Boden», also die Nutzung von Schiessanlagen ohne künstliche Kugelfangsysteme, nicht mehr erlaubt ist. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Franken. Daran beteiligen sich der Bund, der Kanton, Schützenvereine sowie der Verband Regionale Schiessanlage Stalden (VRSK). Letzterer betreibt die Anlage und wird von der Standortstadt Kriens, der Stadt Luzern sowie der Gemeinde Horw getragen.

Das Baugesuch ist von der Stadt Kriens bewilligt worden. Die Arbeiten sollen in Etappen ausgeführt werden, auch weil die Anlage Stalden als Austragungsort des Eidgenössischen Schützenfests vom 11. Juni bis 11. Juli vorgesehen ist. In der ersten Etappe vor dem Fest werden die Kugelfänge eingebaut. In der zweiten Etappe folgt die Alt­lastensanierung des Bodens hinter der 300-Meter-Anlage. Dort seien Rutschungen nicht ausgeschlossen, wodurch bleihaltiges Erdreich in den Renggbach und damit auch ins Grundwasser gelangen könnte. Diese Arbeiten finden in der zweiten Jahres­hälfte oder 2022 statt.