KRIENS: Die KZ-Sänger werden nicht verfolgt

Am Thompson-Ersatzkonzert haben Fans ein KZ verherrlicht und auch faschistische Symbole getragen. Trotzdem bleiben sie unbehelligt.

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Marko Perkovic alias «Thompson». (Bild pd)

Marko Perkovic alias «Thompson». (Bild pd)

Am Ersatzkonzert des kroatischen Sängers Marko Perkovic alias Thompson haben Fans am Samstag in Kriens ein KZ-verherrlichendes Lied gesungen. Laut dem Zürcher Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch dürfte es gegen die Antirassismus-Strafnorm verstossen. Damit handelt es sich um ein Offizialdelikt, dem die Strafuntersuchungsbehörden von sich aus nachgehen müssen.

Trotzdem bleiben die Kroaten vorerst unbehelligt. Die Luzerner Kantonspolizei war zwar präsent, hat gemäss ihrem Sprecher Urs Wigger aber «keine strafbaren Handlungen» festgestellt. Straffrei bleiben auch die Träger faschistischer Symbole, welche im Klub zu sehen waren.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

HINWEIS
Am (morgigen) Mittwoch ist die Kontroverse um Thompson auch ein Thema in der Sendung «Kulturplatz» auf SF1 (22.50 Uhr). Im Beitrag «Hart am Limit» gehe es um die Frage nach der Grenze zwischen Nationalstolz, Heimatliebe und Rechtsradikalismus, wie es in einer Vorschau heisst.