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Kriens: René Flad ist ein Gallivater mit Kamelphilosophie

Der 64-jährige René Flad ist Krienser Gallivater 2019. Schon sein halbes Leben gehört er der Zunft an. Die Gallimutter hat der Fasnächtler – wen wundert’s – am Zunftball kennen gelernt.
Hannes Bucher
Das Gallipaar 2019: Irène und René Flad zu Hause in Kriens. Bild: Roger Grütter (20. Oktober 2018)

Das Gallipaar 2019: Irène und René Flad zu Hause in Kriens. Bild: Roger Grütter (20. Oktober 2018)

Es ist vorübergehend wieder ruhiger geworden in der Wohnung am Wichlernweg 6 in Kriens gestern Sonntagvormittag. Fast so, als ob nichts gewesen wäre. Doch da war etwas: Der 64-jährige Wohnungsinhaber René Flad ist nämlich am Samstagabend am Bot der Galli-Zunft zum Gallivater 2019 gekürt worden. Und wie es Usus und Sitte ist, ist eine grosse Schar Zünftler später ins traute Heim geströmt.

Ehefrau Irène Flad-Amstutz hat bis 22 Uhr zu Hause gewartet, «scho chli nervös», bis sie sich im Restaurant Obernau mit ihresgleichen treffen konnte. In der Wohnung ging das Feiern später noch bis in die frühen Morgenstunden weiter. «Etwa drei Stunden habe ich geschlafen.» Doch bereits am Sonntagmittag erwartete sie die zwei Stiefkinder Michael und Martina mit Familien und die Zünftler.

«Goldener Nagel» für den Wagenbauer

Gestern um 15 Uhr folgt dann der offizielle Einzug des Gallipaars auf dem Dorfplatz. Da ist dann ein versierter Weibel vonnöten. Später wird er seinen Kandidaten anfragen. «Der muss halt einfach zusagen», schmunzelt René Flad. Er selber war Weibel, und so weiss er um die rund 140 Termine, welche ihn bis Ende Fasnacht erwarten. «Diese Erfahrung wird mir vieles erleichtern.» Zudem kennt er das Zunftleben in- und auswendig – seit 1987 ist er Mitglied. «Fast das halbe Leben», lacht er.

Doch woher stammt eigentlich die Familie Flad – das ist ja nicht gerade ein Krienser Geschlecht? »Nein, sie stammen ursprünglich aus Deutschland, seit über 100 Jahren gibt es sie in Kriens.» René Flad selbst ist im Berner Oberland geboren. Als er in der vierten Klasse war, zügelte die Familie nach Kriens zurück. Mit Unterbrüchen lebt er seither da. Der gelernte Kaufmann arbeitet heute als Job-Coach im Kanton Schwyz. Die 62-jährige Gallimutter ist geborene Krienserin. Die gelernte Damenschneiderin arbeitet jetzt als Büroangestellte. Langeweile in der Freizeit scheint das Gallipaar nicht zu kennen. Die Liste der Hobbys ist überaus reichhaltig – darunter finden sich Töfffahren, Skifahren, Reisen oder Wandern. Das teilen sich beide. Rope Skipping und Kanalbootfahren faszinieren René Flad – Kakteen und Stricken seine Frau. Bleibt bei so viel Interessen noch Zeit für die Fasnacht? «Selbstverständlich.» Da waren und sind sie stets dabei. Urfasnächtler quasi. Wagenbauer mit der Auszeichnung «goldener Nagel».

Gallivater zu werden war nie sein Ziel

Das Gallipaar hat sich – wen wundert’s – an der Fasnacht kennen gelernt; am Zunftball vor gut 20 Jahren habe es «gefunkt». Nein, Gallivater werden, war nicht sein Ziel. Nun aber freue er sich sehr. «Die Gratulationstour nach der Wahl war sehr emotional.» Und auch wenn es mal stressig werden sollte, René Flad hält sich quasi an eine Kamel-Philosophie: «Humor und Geduld sind zwei Kamele, mit denen du durch jede Wüste kommst.» Nein, beileibe, Fasnacht ist keine Wüste. Soll es keinesfalls werden. «Krienser, kommt an die Fasnacht – wir zählen auf euch!», so die Devise des Gallivaters 2019.

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