KRIENS: Energiehaus: So wohnen wir in der Zukunft

Das erste Zentralschweizer Haus, das mehr Energie produziert, als es verbraucht, steht in Kriens. Sogar der Bund würdigt das Projekt.

Stefanie Nopper
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Das Mehrfamilienhaus am Kirchrainweg in Kriens wirkt unscheinbar, ist technologisch seiner Zeit aber voraus. (Bild Emanuel Ammon)

Das Mehrfamilienhaus am Kirchrainweg in Kriens wirkt unscheinbar, ist technologisch seiner Zeit aber voraus. (Bild Emanuel Ammon)

Die Krienser Bauherren Marie-Theres und Markus Portmann von der Kirchrainweg AG haben das «Haus der Zukunft» gebaut. Ihr nach Minergie-A-Eco zertifiziertes Haus mitten in Kriens – in dem sie auch selbst wohnen – ist das erste seiner Art in der Zentralschweiz. Weil es durch innovative Technologie die Anforderungen des 2000-Watt-fähigen Bauens, erfüllt, wurden ihre Krienser Firma e4plus AG sowie ihr Architektenteam der Aardeplan AG aus Baar kürzlich vom Bundesamt für Energie mit dem Schweizer Energiepreis «Watt d,Or» ausgezeichnet. «Für uns war von Beginn an klar, dass ein von uns geplantes Gebäude hohe Ansprüche bezüglich Nachhaltigkeit zu erfüllen hat», sagt Bauherr Markus Portmann.

Haus ist nicht futuristisch

Wer Bilder von seinem fünfstöckigen Mehrfamilienhaus am Kirchrainweg anschaut, sieht auf den ersten Blick kaum einen Unterschied zu anderen Mehrfamilienhäusern. Die Wohnungen haben einen normalen Grundriss, sie sind mit Tumbler und Waschmaschine ausgestattet. Das Haus wirkt in keiner Weise futuristisch. Trotzdem setzt es neue Massstäbe: Das Haus produziert mehr Energie, als es für Heizung, Lüftung, Beleuchtung und andere Dinge benötigt – unter anderem dank einer Solaranlage auf dem Dach.

Durch geschickten Energieeinsatz über ein System das Stromspitzen reduziert, wird sichergestellt, dass es zu keinen Engpässen kommt. So können die Bewohner den Tumbler entweder sofort laufen lassen; oder ihn so programmieren, dass die Maschine die Wäsche innerhalb der nächsten 24 Stunden trocknet, wenn die Solaranlage zu viel Strom produziert. Damit die Berechnung möglichst genau ist, greift das System auf Wetterdaten zurück.

Stefanie Nopper