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KRIENS: Es geht vorwärts auf dem Nidfeld

Seit zehn Jahren ist das einstige Pilatusmarkt-Areal unbebaut. Nun nimmt ein 300-Millionen-Projekt Formen an. Die Bauherren wollen dabei den Veloverkehr fördern.
Stefan Dähler
Zurzeit ist das Areal ein Durchgangsplatz für Fahrende. Bis 2020 entsteht hier eine Grossüberbauung.Bild: Pius Amrein (Kriens, 13. Oktober 2016)

Zurzeit ist das Areal ein Durchgangsplatz für Fahrende. Bis 2020 entsteht hier eine Grossüberbauung.Bild: Pius Amrein (Kriens, 13. Oktober 2016)

Ein Wellnessbad, ein Hotel, ein Prodega-Abholmarkt, ein Restaurant und Wohnungen – auf dem 41 000 Quadratmeter grossen Krienser Nidfeld-Areal soll bis 2020 ein neues Quartier entstehen (wir berichteten). Der Bebauungsplan ist inzwischen vom Regierungsrat genehmigt worden, Mitte November beginnt der Architekturwettbewerb. Weiter ist man bei der Planung des Prodega-Transgourmet-Baus. Hierfür erfolgt die Baueingabe noch diesen Monat.

«Wir rechnen mit einem Anlagevolumen von rund 300 Millionen Franken für das ganze Areal», sagt Projektleiter Peter Lötscher von der Firma Losinger Marazzi AG, welche die Überbauung mit der Eigentümerin Coop entwickelt und realisiert. Bei den Wohnungen setze man «primär auf ein urbanes Publikum». Das heisst, die Bewohner akzeptieren gewisse Lärmemissionen, dafür ist das Gebiet verkehrstechnisch gut erschlossen. Genaue Zahlen zu den Mietzinsen nennt Lötscher noch nicht, sie sollen aber für ein breites Publikum «bezahlbar» sein.

200 Fahrten während Hauptverkehrszeiten

Auf dem Areal sind 500 Arbeitsplätze und 500 Wohnungen für rund 700 Personen geplant. Dem stehen 650 Parkplätze gegenüber. «Wir setzen auf Fussgänger, ÖV-Nutzer und vor allem auf Velofahrer», sagt Lötscher. «Die Veloabstellplätze sollen ebenerdig und bequem erreichbar sein.» Zwischen 17 und 18 Uhr ist eine Beschränkung auf 200 Autofahrten vorgesehen. «Vorerst beschränken wir uns auf eine Areal-Verkehrszählung. Kommt es konstant zu einer Überlastung, kann die Gemeinde passende Regulierungsmassnahmen verlangen.» Lötscher rechnet aber nicht damit, dass es so weit kommt. «Wenn die Strasse überlastet ist, werden die Leute vorher auf andere Verkehrsmittel umsteigen.»

Auf dem Areal vorgesehen sind ein 60-Meter-Hochhaus, mehrere Gebäude mit einer Höhe von 24 Metern und der Prodega mit einer Höhe von 18 Metern. Wie die Gebäude angeordnet sein werden, wird im Wettbewerb ermittelt. «Die Ausgangslage ist aufgrund der benachbarten Autobahn und der gewerbegeprägten Umgebung herausfordernd», sagt Lötscher. «Das Überbauungskonzept soll adäquat darauf reagieren, so dass die Umgebung ausgeblendet werden kann.» Dies könnte geschehen, indem eine Häuserreihe parallel zur Autobahn verläuft, wodurch ein geschützter Innenhof entstünde.

Losinger Marazzi wird den Betrag von 300 Millionen nicht selber stemmen. Ziel ist, mehrere Investoren zu gewinnen, die einzelne Teil der Überbauung kaufen. Das Prodega-Gebäude wird von Coop finanziert, da es sich um eine Tochterfirma von Coop handelt. Ein weiterer Investor soll Kumar Kamlesh sein, der ein Wellness- und Fitnesszentrum sowie ein Hotel realisieren will (Ausgabe vom 22. Juni). Mit weiteren sei man in Kontakt, so Lötscher. «Die definitiven Verträge werden aber erst ausgehandelt, nachdem der Architekturwettbewerb abgeschlossen ist.» Dies soll ab Juni 2017 der Fall sein.

Unsicherheiten wegen Bypass

Auf dem Nidfeld-Areal befand sich einst der Pilatusmarkt. Seitdem dieser 2006 an die Ringstrasse gezügelt ist, liegt das Areal brach. 2012 wurden die leer stehenden Gebäude abgerissen. Seit April dürfen die Jenischen das Areal als Durchgangsplatz nutzen, allerdings nur noch bis Ende Monat (wir berichteten).

Wieso hat die Entwicklung des Projekts so lange gedauert? Laut Lötscher sei dies auf äussere Umstände zurückzuführen. Zuerst seien laut Zonenordnung noch keine Wohnungen erlaubt gewesen, also habe man ein Projekt mit reiner Gewerbenutzung geplant, dieses aber später wieder verworfen. Hinzu seien Unsicherheiten aufgrund des Strassenbauprojekts Bypass gekommen. Ein neun Meter breiter Streifen neben der Autobahn gilt nun als Reserve für den Strassenbau und darf deswegen nicht bebaut werden.

Stefan Dähler

Bild: Grafik LZ

Bild: Grafik LZ

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