KRIENS: Frau erschlagen – möglicher Täter gefasst

Nach einem Notruf findet die Luzerner Polizei mitten in Kriens eine tote Frau. Ist der mutmassliche Täter der Partner?

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Blick in Richtung Tatort. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot zur Stelle. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Blick in Richtung Tatort. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot zur Stelle. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

An der Schachenstrasse in Kriens spielte sich am Montagnachmittag ein Drama ab. Kurz nach 15 Uhr erhielt die Luzerner Polizei die Meldung, dass eine Frau von einer anderen Person lebensgefährlich verletzt worden sei. Sofort rückten mehrere Patrouillen und die Ambulanz aus. Doch sie kamen zu spät. Die Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzungen.

Laut Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei, wurde die Frau mit einem Gegenstand erschlagen. Zum möglichen Täter konnte er gestern noch keine Angaben machen. Allerdings nahm die Polizei «in unmittelbarer Nähe» einen Mann fest, bei dem es sich vermutlich um den Täter handelt. In welcher Beziehung dieser zum Opfer stand, blieb unklar. «Ein Beziehungsdelikt kann aber nicht ausgeschlossen werden», so Graf. Weitere Informationen waren am Montag von Seiten der Polizei nicht erhältlich. Klar war nur, dass der Notruf aus dem betroffenen Haus abgegeben worden war. Die Untersuchungen in diesem Fall führt die Staatsanwaltschaft Emmen.

Wohnungen der Caritas vermietet

Die Schachenstrasse in Kriens wurde nach der Tat grossräumig gesperrt. Der Verkehr musste über die Luzernerstrasse geleitet werden. In der direkten Nachbarschaft hat man derweil nichts von der Tat mitbekommen. Viele Bewohner bemerkten erst durch die Präsenz der Polizei, dass etwas geschehen war, wie sie gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» erklärten.

Auch der Liegenschaftsbesitzer tappte am Montagabend noch im Dunkeln. Angaben zu den Bewohnern konnte er keine machen, da er seine Wohnungen in dem älteren Gebäude an die Caritas untervermieten würde. Wie Caritas-Mediensprecher Urs Odermatt gestern Abend auf Anfrage sagte, werde derzeit intern abgeklärt, inwiefern die Wohnungen der Organisation betroffen seien. Odermatt bestätigte einzig, dass die Caritas Wohnungen an der Schachenstrasse gemietet habe und dass dort Asylsuchende oder vorläufig Aufgenommene einquartiert würden.