KRIENS: «Froschkönig»: Wiget will Konzert verhindern

Gegen das Konzert eines kroatischen Nationalisten in Kriens regt sich Widerstand. Der Klubbetreiber gibt sich überrascht.

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Nachtklub «Froschkönig» in Kriens. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Nachtklub «Froschkönig» in Kriens. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Dem Gemeinderat Kriens passt es gar nicht, dass der umstrittene kroatische Popsänger Marko Perkovic alias Thompson am 3. Oktober im «Froschkönig» auftreten soll. Nach der Juso Luzern, die eine Protestaktion angekündigt hat, will nun auch der Gemeinderat reagieren.

«Wir wollen verhindern, dass auf Gemeindeboden Gewalt verherrlicht wird», sagt Gemeinderat Cyrill Wiget und räumt gleichzeitig ein: «Da es sich um einen privaten Klub handelt, wird dies schwierig werden.»

Trotzdem: Am Mittwoch werden sich gemäss Wiget Vertreter der Gemeinde, des Klubs und der Kantonspolizei zu einem Gespräch treffen.

Marko Perkovic gilt als rechtsextremer kroatischer Nationalist. Berüchtigt ist er für ein Lied, in dem er die Ustascha-Faschisten verherrlicht, die im Zweiten Weltkrieg im Konzentrationslager Jasenovac Zehntausende Juden, Roma, Serben und antifaschistische Kroaten folterten und ermordeten.

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.