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KRIENS: Gallipaar rührt Betagte zu Tränen

Farbige Hüte, Musik und strahlende Gesichter: Mit der Bescherungsfahrt der Galli-Zunft feierten die Bewohner des Betagtenzentrums Zunacher bereits ein bisschen Fasnacht.
Zunacher-Bewohnerin Rosa Graf freut sich über den Auftritt des Bärnerwiibs. (Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 28. Januar 2018))

Zunacher-Bewohnerin Rosa Graf freut sich über den Auftritt des Bärnerwiibs. (Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 28. Januar 2018))

Die Ankunft des Gallipaars und seines Gefolges wurde bereits mit Spannung erwartet. Die Krienser Senioren sassen an ihren mit Fasnachtsschlangen dekorierten Tischen, trugen allesamt farbige Spitzhüte und nippten an einem Glas Wein. Derweil wurden sie von der Chrienser Huusmusig mit heimeligen Klängen auf den hohen Besuch eingestimmt.

Als das Gallipaar und sein Gefolge dann eintrafen, verfolgten alle Bewohner des Betagtenzentrums Zunacher das Treiben mit vollem Interesse. Gallivater und Gallimutter, Werner und Rita Schnüriger, schüttelten jedem Bewohner persönlich die Hand, überreichten ein Geschenk und wünschten allen Anwesenden eine schöne Fasnacht. Einige Betagte waren zu Tränen gerührt. Andere öffneten sofort das Geschenk-Säckli und knabberten an den darin enthaltenen Guetzli.

«Eine sehr schöne Geste»

Edith Furrer (94) hat die Bescherungsfahrt schon mehrmals miterlebt. «Meine Tochter war auch einmal Gallimutter», erklärt sie. «Ich wohnte damals aber noch nicht hier und durfte als Gast mitkommen.» Das Geschenk der Galli-Zunft nahm sie mit Freude entgegen. «Sie verwöhnen uns immer. Und es sind alles Sachen, die wir brauchen können.» Beim Geschenk handelt es sich um einen kleinen Papiersack, in dem unter anderem Cracker, Süsses und kleine Hygieneartikel verstaut sind. «Es ist eine sehr schöne Geste», sagt eine weitere Bewohnerin. «Ich erlebe diese Bescherung zum ersten Mal. Vorher hatte ich es noch nicht nötig, hier zu sein», sagt sie lachend.

Alte Tradition gewahrt

Mit der jährlichen Bescherungsfahrt im Betagtenzentrum Zun­acher wahrt die Galli-Zunft Kriens eine alte Tradition. Es gehöre zu den Aufgaben der Zunft, die Wohltätigkeitspflege aufrechtzuerhalten, sagt Zunftmeister René Hug. Als Abschluss spielten die beiden Stallknechte ein bisschen Musik und erregten die Gemüter der Anwesenden. «Ich würde jetzt am liebsten tanzen», meinte eine Bewohnerin mit Begeisterung. Auch nicht fehlen durften natürlich die Bärner- und Wöschwiiber, die mit ihrem aufreizenden Heben des Rockes sowie dem lang gezogenen «rrrrrr» die Bescherungsfahrt des 70. Gallipaares humorvoll abrundeten.

Mirjam Strässle

region@luzernerzeitung.ch

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