Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KRIENS: Geplante Hochhäuser: Bald entsteht im Mattenhof Grosses

Die Überbauung Pilatus Arena ist nun fassbar: Neben einer Event- und Sporthalle für 4000 Besucher soll hier das höchste Wohnhaus der Schweiz entstehen. Im Idealfall könnte die Sportanlage bereits 2021 für die Universiade genutzt werden.
Roger Rüegger
So soll die Pilatus Arena im Innern aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Pilatus Arena im Innern aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

«Die Idee einer multifunktionellen Saalsporthalle existiert im Grossraum Luzern seit Jahren. Versuche sind bis jetzt am politischen Willen und an der Finanzierung gescheitert, sodass die Projekte versandet sind», beschreibt Nick Christen die Vorgeschichte der Sport- und Eventhalle Pilatus Arena, die gestern den Medien im Detail vorgestellt wurde.

Der ehemalige Handballer, heutige CEO und Interimstrainer des HC Kriens, ist Initiant der Sport- und Eventarena, die auf dem Areal Mattenhof II entstehen soll und Sitzplätze für 4000 Zuschauer bieten wird.

«Eine solche Halle gibt es in der Schweiz nicht»

Laut Christen hat unsere Region eine multifunktionelle Halle verdient. «Das geplante Projekt schliesst eine Lücke: In der gesamten Schweiz ist sie mit Blick auf ihre Vielseitigkeit und Grösse einmalig.» Er vergleicht das Sportkompetenzzentrum mit einem kleinen Magglingen. Der Bund teilt diese Einschätzung offenbar und unterstützt das Projekt im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzeptes Nasak mit einem Beitrag von 3 Millionen Franken. «Das Projekt ist von nationaler Bedeutung. Es entspricht dem Bedarf mehrerer nationaler Sportverbände», wird Matthias Remund, Direktor des Bundesamts fur Sport, an der Medienorientierung zitiert. Remund selber konnte nicht teilnehmen.

Nun ist auch klar, wie die Sportstätte und das Grundstück darüber hinaus finanziert werden soll: Das Siegerprojekt der Architekten «Giuliani Hönger» aus Zürich sieht auf einer Fläche von 12 859 Quadratmetern neben der Halle ein 50,3 Meter hohes Wohngebäude mit 144 Mietwohnungen und einen 103,6 Meter hohen Wohnturm mit 205 Miet- und Eigentumswohnungen vor. Es wäre das höchste Wohnhaus der Schweiz. Zum Vergleich: Die benachbarten Hochhäuser bei der Swissporarena messen 88 und 77 Meter. Ausserdem sind auf insgesamt 2000 Quadratmetern diverse Gewerbeflächen geplant. Der Mattenhof ist mit dem Auto und dem ÖV sehr gut erreichbar und liegt ausserdem an einer Velo- und Fussgängerverkehrsachse. Für Velos ist eine eigene Einstellhalle vorgesehen, für Autos eine weitere mit 194 Parkplätzen.

Auch der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget weist auf die Wichtigkeit des Projekts für die Region hin. Er betont, wie bedeutend Sport und Bewegung für die Gesundheit der Leute ist. «Aber Sport braucht Infrastruktur. Deshalb ist die Halle in der Sportstadt Kriens ein wichtiges Element.» Entsprechend soll die Arena nicht nur dem Spitzensport vorbehalten sein. Auch Breitensport und Nachwuchsförderung werde eingebunden, aber auch für Kongresse oder Konzerte sei die Infrastruktur ausgelegt. Dass der Standort optimal sei, zeige die Swissporarena. Diese beweise, dass Grossanlässe nicht zwingend mit dem Individualverkehr erreichbar sein müssen. Er unterstreicht, dass es sich um ein Wettbewerbprojekt handle und noch nicht um ein Bauprojekt. Es brauche nun eine sorgfältige Weiterentwicklung, die von der Bevölkerung mitgetragen werde. Die Investoren (siehe Box) haben trotzdem einen sportlichen Zeitplan: Im Idealfall wollen sie im Sommer 2019 mit dem Bau beginnen.

Zunächst wird der Bebauungs- und Zonenplan erarbeitet. Denn laut aktuellem Zonenplan darf auf dem Mattenhof nur 45 Meter in die Höhe gebaut werden. Ist ein rechtskräftiger Bebauungsplan bis 2019 realistisch? Bauvorsteher Matthias Senn dazu: «Die Änderung des Zonenplans und der Bebauungsplan können parallel erarbeitet und durch das Verfahren geführt werden.» Der Zeitplan gehe allerdings nur auf, wenn kein Referendum und keine Einsprachen erfolgten.

Regierungsrat Guido Graf zeigte sich optimistisch. «Es ist ein sehr schönes Siegerprojekt, das in Grösse, Gestaltung, Funktion und aus städtebaulicher Sicht überzeugt.» Die Regierung habe dafür einen Beitrag von 4 Millionen Franken reserviert. Weitere 2 Millionen würden in Aussicht gestellt. Graf: «Ich freue mich auf die Eröffnung. Im Winter 2020/2021 findet in der Zentralschweiz die Winteruniversiade statt. Ich suche immer noch einen Ort, wo die Schlussveranstaltung durchgeführt werden kann.».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.