Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Gesundheitszentrum im Krienser Mattenhof: Luzerner Kantonsspital spannt mit Medbase zusammen

Im Herbst 2019 eröffnet das Luzerner Kantonsspital in Kriens ein Gesundheitszentrum – zusammen mit Medbase, die zur Migros gehört. Betreffend Angebot ist allerdings noch einiges unklar.
Alexander von Däniken
So soll der Mattenhof in Kriens dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD/Grafik: lsi)

So soll der Mattenhof in Kriens dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD/Grafik: lsi)

Auf 1100 Quadratmetern ist im Krienser Stadtteil Mattenhof ein ambulantes Gesundheitszentrum geplant. Die Eröffnung ist auf Herbst 2019 vorgesehen. Schon länger ist bekannt, dass das Luzerner Kantonsspital (Luks) entsprechende Pläne hegt (Artikel vom 29. September 2016). Am Dienstag wurden nun konkretere Angaben bekannt.

Demnach spannt das Luks mit der privaten Medbase-Gruppe zusammen. Diese betreibt in der Deutschschweiz und in der Romandie rund 50 Gesundheitszentren und Apotheken mit über 1000 Angestellten. Medbase ist eine 100-prozentige Migros-Tochter. Die Investitionen von zwei bis drei Millionen Franken werden zum grossen Teil Med­base übernehmen. Der Kostenteiler ist laut Luks-CEO Benno Fuchs noch unklar und Gegenstand von Verhandlungen mit der Medbase-Gruppe. Auch was das konkrete Angebot betrifft, ist noch einiges unklar. Es werde aber keine Permanence geben und auch sporttherapeutische Angebote sind ausgeschlossen. Schliesslich betreiben das Luks und Medbase auf der Allmend bereits seit 2012 gemeinsam ein sportmedizinisches Zentrum.

Zwischen 40 und 50 Arbeitsplätze geplant

Klar ist, dass Medbase auch die Mitarbeiter stellen wird. Zumindest vorerst und den Grossteil. Zwischen 40 und 50 Personen, darunter, Ärzte, Therapeuten und medizinische Praxisangestellte, werden im Mattenhof beschäftigt. Das Zentrum bietet laut Benno Fuchs künftig auch für Angestellte des Luks «interessante Entwicklungsmöglichkeiten». Sei es für Personal nahe am Pensionsalter oder für jüngere Angestellte. Das Zentrum soll die medizinische Grundversorgung abdecken, ergänzt durch Spezialdisziplinen und eine öffentliche Apotheke.

Zwar soll laut Medbase-CEO Marcel Napierala das Zentrum rentabel betrieben werden. Die ambulante und patientennahe Abdeckung stehe allerdings im Vordergrund, wie auch Luks-CEO Benno Fuchs betonte. Das Spital selbst wolle und könne die ambulante Betreuung der Patienten nicht vollumfänglich gewährleisten; zumal die sogenannte Multimorbidität zunehme; also die Zahl der Patienten mit mehreren Gebrechen, die zum Tod führen. «Darauf müssen wir uns aufgrund der Demografie künftig vermehrt einstellen.»

Stellt sich die Frage, welchen Nutzen das Spital ausser einer Entlastung im ambulanten Bereich aus der Zusammenarbeit mit Medbase hat. Napierala und Fuchs betonen zwar, dass es nicht darum gehe, einander Patienten zuzuschanzen. Dennoch könne es sein, dass ein Patient vom ambulanten Zentrum an einen Spezialisten im Spital überwiesen wird. Auch Aufträge könne das Luzerner Kantonsspital erwarten; etwa, wenn eine Zweitmeinung oder eine Expertise benötigt werde.

Kompetenz des Spitals bleibt im stationären Bereich

Das neue Zentrum soll ausserdem dem Hausärztemangel entgegenwirken, ähnlich wie in Vitznau. Medbase-CEO Marcel Napierala: «Wir sind primär in der Grundversorgung tätig, verstehen uns als Netzwerker und wollen Praxisärzten, die sich im letzten Abschnitt ihres Arbeitslebens befinden, oder jungen Fachpersonen, eine interessante Perspektive anbieten.»

Und Luks-CEO Benno Fuchs ergänzte: «Die Patienten werden an einem Ort umfassend betreut, wobei jeder medizinische Partner seine Kernkompetenzen einbringen kann. Das medizinische Gesundheitszentrum ist somit gegenüber interessierten Hausärzten und Spezialversorgern offen.» Entsprechend wolle man mit den Hausärzten in der Region Kontakt aufnehmen.

Die Nachfrage dürfte in den nächsten Jahren besonders im Gebiet Luzern Süd steigen. Hier sind auf einer Fläche von 1,7 Millionen Quadratmetern 13 Überbauungen geplant. Nach Investitionen von insgesamt 4,5 Milliarden Franken wird in Luzern Süd innert zwanzig Jahren Platz für zusätzlich 8000 Bewohner und 7000 Arbeitsplätze geschaffen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.