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Kriens gibt deutlich weniger Geld für Strassensanierungen aus als geplant

2,5 Millionen Franken hat der Krienser Einwohnerrat ursprünglich für Strassenarbeiten bewilligt. Die nun vorliegende Bauabrechnung zeigt: Der Kredit wurde um fast eine Million Franken unterschritten.
Stefan Dähler
Die Sanierung der Südstrasse hat weniger gekostet als ursprünglich geplant. (Bild: Gemeinde Kriens)

Die Sanierung der Südstrasse hat weniger gekostet als ursprünglich geplant. (Bild: Gemeinde Kriens)

Das sind erfreuliche Nachrichten für die finanziell angeschlagene Gemeinde Kriens: Sie hat in den letzten zehn Jahren 1,58 Millionen Franken für Strassensanierungen ausgegeben. Das ist der nun vorliegenden Bauabrechnung zu entnehmen. Vorgesehen waren eigentlich 2,5 Millionen Franken, der entsprechende Kredit wurde 2007 vom Einwohnerrat bewilligt.

Der Gemeinderat erklärt die starke Abweichung unter anderem damit, dass «der Grundsatz der Bauabrechnung» geändert wurde, wie er in der Abrechnung ausführt. Das heisst, bei Strassenarbeiten inklusive Werkleitungsbau wurde ein Kostenteiler mit den Leitungseigentümern eingeführt. Das hat unter anderem an der Südstrasse, der Himmelrich- und Schattenbergstrasse, Arsenalstrasse, Gehristrasse, Krauerstrasse und der Zumhofhalde zu tieferen Kosten für die Stadt geführt

Teils auf Sanierungen verzichtet

Weiter wurden einige Strassen nicht wie ursprünglich geplant saniert. Dabei handelt es sich etwa um die Blattigstrasse im Bereich Renggloch. Weil diese sehr schwach befahren sei, habe man dort auf Belagsarbeiten verzichtet, die nötigsten Reparaturen seien über die laufende Rechnung getätigt worden. An der Hergiswaldstrasse unterhalb der Kaplanei vorgesehene Sicherungsarbeiten wurden ebenfalls nicht ausgeführt. Wegen des Unwetters 2014 waren umfassendere Massnahmen nötig, die separat abgerechnet wurden. Zugewartet hat der Gemeinderat mit der Sanierung der Hergiswaldstrasse im Obernauer Siedlungsgebiet. Dort wird im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts Tempo 30 geprüft. Auch noch nicht saniert wurde der Abschnitt der Arsenalstrasse zwischen dem Strassenverkehrsamt und der Grenze zur Stadt Luzern. Dies, weil damals noch nicht klar gewesen sei, wie das ehemalige Zentralbahn-Trassee genutzt werden soll.

Neue Technologie für Beurteilung der Strassen

Auf der anderen Seite wurden auch Abschnitte saniert, bei denen das ursprünglich nicht vorgesehen war: beispielsweise auf der Hergiswaldstrasse im Gebiet Feld/Oberrodel oder auf der Gabeldingerstrasse. In beiden Fällen begründet der Gemeinderat dies mit dem schlechten Zustand des dortigen Belags.

Künftig will der Gemeinderat übrigens die Strassenzustände automatisch erheben, wie er in der Abrechnung schreibt. Vorgesehen ist die Einführung des Systems «Logo» der Berner Software-Entwicklungsfirma Geologix AG. Die Erhebung würde dann mit einem Fahrzeug, dass mit Sensoren und Videokameras ausgerüstet ist, erfolgen. Heute werden die Strassen visuell kontrolliert.

Auch Schul-Module sind günstiger

Neben jener über die Strassensanierungen hat der Krienser Gemeinderat auch die Abrechnung über beiden Schul-Modulbauten auf der Krauerwiese veröffentlicht. Der 2015 vom Einwohnerrat bewilligte Baukredit von 4,2 Millionen Franken wurde um 174'000 Franken unterschritten. Grund ist unter anderem ein günstigerer Kiesbelag auf dem Pausenplatz.

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