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KRIENS: Heim-AG: Verwaltungsrat nimmt die Arbeit auf

Die Auslagerung der Heime wurde am Freitag symbolisch vollzogen. Ein Schritt steht aber noch aus.
Eine Mitarbeiterin der Heime Kriens überreicht dem Verwaltungsrat ein Willkommensgeschenk. Als zweiter von links ist Sozialvorsteher Lothar Sidler, als vierter von links Verwaltungsratspräsident Marco Borsotti zu sehen. (Bild: PD)

Eine Mitarbeiterin der Heime Kriens überreicht dem Verwaltungsrat ein Willkommensgeschenk. Als zweiter von links ist Sozialvorsteher Lothar Sidler, als vierter von links Verwaltungsratspräsident Marco Borsotti zu sehen. (Bild: PD)

Seit dem 1. Januar besteht die Heime Kriens AG – zumindest rechtlich gesehen. So richtig vollzogen wurde die Auslagerung der Heime in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft jedoch erst am Freitag. Einerseits fand die erste Sitzung des kompletten siebenköpfigen Verwaltungsrats statt. Andererseits wurde im Parkbad die Gründung der gemeindeeigenen AG mit einem symbolischen Akt gefeiert. Sozialvorsteher Lothar Sidler (CVP) übergab Verwaltungsratspräsident Marco Borsotti einen Kompass, damit er «den richtigen Weg» einschlägt.

Apropos Weg: Jener zur Heimauslagerung war nicht frei von Hindernissen: 2016 wurde bekannt, dass der Gemeinderat mehr Zeit benötigt, um das Geschäft vorzubereiten. 2017 musste die Volksabstimmung verschoben werden, weil der Einwohnerrat eine Statutenänderung beschlossen hatte, die gegen übergeordnetes Recht verstösst.

Schwierige Suche nach Verwaltungsräten

Die Volksabstimmung am 24. September 2017 wurde dann zur Zitterpartie: Gerade mal 52,5 Prozent sagten Ja, obwohl nur die Grünen die Vorlage bekämpft hatten. Zudem gestaltete sich das Auswahlverfahren der Verwaltungsräte aufwendiger als erwartet (wir berichteten). Zum Zeitpunkt der AG-Gründung am 1. Januar waren erst drei von sieben Mitgliedern öffentlich bekannt.

Doch nun ist die Übergabe fast vollzogen. Was noch fehlt, ist eine neue Leistungsvereinbarung, welche die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der AG regelt. Diese muss noch dieses Jahr vom Einwohnerrat bewilligt werden, sagt Sidler. Per Anfang 2019 soll sie dann in Kraft treten. Bis dahin gilt weiterhin die bisherige Leistungsvereinbarung.

Gemeinderat redete beim Menuplan mit

Das tat der guten Stimmung am Freitag keinen Abbruch. Sidler erzählte, dass es bei seinem Amtsantritt 2008 noch zu den Aufgaben des Gemeinderats gehörte, den wöchentlichen Menuplan mit dem Heimleiter zu besprechen. Mit der Abschaffung dieser Besprechungen leitete er die Ablösung des Heimbetriebs von der Gemeindeexekutive ein, mit der Auslagerung ist der Prozess nun abgeschlossen. Absolut ist die Ablösung aber nicht. Der Gemeinderat stellt zwei Mitglieder im Verwaltungsrat, derzeit Lothar Sidler und Matthias Senn (FDP).

Die grösste Verantwortung im Gremium übernimmt aber Präsident Marco Borsotti. Auch er wird sich nicht mit Menuplänen beschäftigen. «Die grosse Herausforderung wird sein, das richtige, nachgefragte Angebot zur Verfügung zu stellen», so Borsotti. Die Alterspflege verändere sich fundamental, es brauche nicht bloss Heime, sondern Modelle wie betreutes Wohnen oder spezialisierte Angebote in den Bereichen palliative Pflege sowie Demenz.

Weiter stehe der Umbau des Heims Grossfeld für schätzungsweise 54 Millionen Franken an. Diesen Betrag muss die AG selbst stemmen. Aber nicht nur die Finanzen, sondern auch die Organisation einer Zwischenlösung während der Bauzeit stelle eine Herausforderung dar, so Borsotti. Derzeit liegt das Dossier noch bei der Gemeinde, als nächstes steht ein Projektwettbewerb an. Der Einwohnerrat muss den Kredit dafür noch absegnen. (std)

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