KRIENS: Hergiswaldstrasse bis Mitte Oktober gesperrt

Die Sanierungsarbeiten an der Hergiswaldstrasse gestalten sich umfangreicher als bisher angenommen. Die Kosten für die Gesamtsanierungen haben sich gegenüber den ersten Schätzungen verfünfzehnfacht.

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Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten an der Hergiswaldstrasse sind in vollem Gange. (Bild: PD)

Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten an der Hergiswaldstrasse sind in vollem Gange. (Bild: PD)

Aus dem «Erdrutsch» an der Hergiswaldstrasse vom 14. Juli ist eine Grossbaustelle entstanden, auf dem zwei Dutzend Mitarbeiter mit Spezialgerät und schweren Baumaschinen im Einsatz stehen, um die Strasse schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen. Die Bauarbeiten finden unter erhöhten Sicherungsvorkehrungen statt, um die im extrem steilen Hang im Einsatz stehenden Arbeiter nicht zu gefährden, wie die Gemeinde Kriens am Dienstag mitteilte.

Zusätzliche Sicherungs- und Räumungsarbeiten nötig

Neue Erkenntnisse haben nun gezeigt, dass wegen weiterer Rutschungen und Risse zusätzliche Sicherungs- und Räumungsarbeiten nötig sind. Allein im Hauptrutschhang, aus dem bisher rund 7000 Kubikmeter Material entfernt wurden, müssen in den kommenden Tagen weitere 10’000 Kubikmeter entfernt bzw. gesichert werden.

Baumaschinen, mit welchen die Hangsicherungsarbeiten ausgeführt werden. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
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Der blanke Felsen, welcher vor dem Rutsch bewaldet war, links und rechts. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gang. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
Instandsetzung der Strasse ins Eigenthal. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
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Die Sicherung un (Bild: PD)
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Die Sicherung und Sanierung der Hergiswaldstrasse ist in vollem Gange. (Bild: PD)
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Die Sicherung und Sanierung der Hergiswaldstrasse ist in vollem Gange. (Bild: PD)
Die Sicherung und Sanierung der Hergiswaldstrasse ist in vollem Gange. (Bild: PD)
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Baumaschinen, mit welchen die Hangsicherungsarbeiten ausgeführt werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Dadurch muss die Eröffnung der Hergiswaldstrasse bis mindestens Mitte Oktober verschoben werden. Der geplante Schutzwall mit Altpneus wird zwar wie geplant gebaut. Im Hang aber müssen weitere Räumungsarbeiten erfolgen. Dazu hat auch die Strasse im eigentlichen Rutchgebiet sowie in der näheren Umgebung durch Anrisse als Folge der intensiven Regenfälle Schaden genommen.

«Sicherheit der Bauarbeiter an erster Stelle»

Matthias Senn, Vorsteher des Krienser Baudepartementes, bedauert die Verlängerung der Strassenunterbrechung: «Die Sicherheit der Bauarbeiter und der Verkehrsteilnehmer muss an oberster Stelle stehen. Wenn die Geologen aufgrund der Anzeichen im Hang Risiken von Rutschungen und Steinschlag sehen, dann ist es unsere Pflicht, alles Mögliche zu unternehmen, um Schäden zu verhindern.

Zur Linderung der Sorgen der Gastronomie-Betriebe im Eigenthal und im Hergiswald wegen ausbleibender Kunden aufgrund dieses Naturereignisses könne die Gemeinde Kriens nur bedingt beitragen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Seit Beginn der Sperrung habe man auf die Umfahrungsmöglichkeit via Malters hingewiesen. Eine Alternativroute via das Gebiet Blattig sei aber nicht realisierbar.

Sanierungskosten von rund 1,5 Millionen Franken

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Hergiswaldstrasse wurden in der Anfangsphase auf über 100'000 Franken geschätzt. Diese erste Schätzung musste wegen der Folgeereignisse laufend nach oben korrigiert werden, weil das Ausmass der nötigen Arbeiten immer grösser wurde. Die Kosten für Aufräumungsarbeiten, Hangsicherung und Bau des Schutzwalls wurden in der Vorstudie je nach Sicherungsvariante auf rund 1 Million Franken veranschlagt. Bund, Kanton Luzern und Gemeinde Kriens werden sich diese Kosten aufteilen. Nach heutigem Beurteilungstand belaufen sich die Gesamtsanierungskosten der Strasse inzwischen auf ca 1,5 Millionen Franken.

pd/zim