KRIENS: Kanton pariert Krienser Vorwürfe zu Bypass

Aus Angst vor Lärm und Mehrverkehr geht Kriens gegen den Bypass auf die Barrikaden. Laut Kanton besteht dazu kein Grund.

Luca Wolf
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Die Holzfirma Herzog + Elmiger müsste einem allfälligen Bypass weichen. Im Hintergrund das Portal in den Sonnenbergtunnel. (Bild Dominik Wunderli)

Die Holzfirma Herzog + Elmiger müsste einem allfälligen Bypass weichen. Im Hintergrund das Portal in den Sonnenbergtunnel. (Bild Dominik Wunderli)

So könnte es dereinst unter der Autobahn beim Bypass-Südportal in Kriens aussehen. (Bild: Visualisierungen PD)

So könnte es dereinst unter der Autobahn beim Bypass-Südportal in Kriens aussehen. (Bild: Visualisierungen PD)

Im Krienser Einwohnerrat waren sich am Donnerstag Politiker aus allen Lagern einig: Das vom Bundesamt für Strassen (Astra) geplante Autobahnprojekt Bypass Luzern bringt für Kriens nichts als Nachteile. Konkret: Mehr Verkehr und somit Lärm und Gestank nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Kantonsstrasse durch Kriens. Zudem müsse dafür viel Bauland geopfert werden. Deshalb wurde der Gemeinderat beauftragt, beim Astra über ein Dutzend Forderungen zu stellen. Etwa: Der Bypass muss überdacht oder eingetunnelt werden, Mehrverkehr auf Krienser Strassen darf es nicht geben, mehr Lärm muss unterbunden und der ÖV gefördert werden. Erfüllt das Astra die Forderungen nicht, muss der Gemeinderat das Projekt vehement bekämpfen.

Seitens des Astra gab man sich am Freitag bedeckt, ob die Forderungen aus Kriens erfüllt werden. Beim Kanton hält man zudem die Ängste der Krienser betreffend Mehrverkehr für nicht angezeigt. Das wiederum glaubt der Krienser Gemeinderat nicht.