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KRIENS: Kleinfeld: Moderner und kleiner

Jetzt liegt der konkrete Plan vor: Das Stadion des SC Kriens soll bis 2018 neu gebaut werden – und deutlich weniger Platz für Fans bieten. Noch fehlt aber ein Investor.
Niels Jost
Künftig soll die Anlage offen und für alle zugänglich sein. (Bild Corinne Glanzmann/Visualisierung PD)

Künftig soll die Anlage offen und für alle zugänglich sein. (Bild Corinne Glanzmann/Visualisierung PD)

Niels Jost

Der Rasen ist holprig, die Infrastruktur marode. Das 1969 erbaute Krienser Kleinfeld ist sichtlich in die Jahre gekommen – das hat man schon lange erkannt. Bereits vor über sechs Jahren trafen sich der Sportclub Kriens (SCK) und die Gemeinde zu Gesprächen über die Zukunft des Stadions. Da der Club damals finanzielle Probleme hatte, wurden die Pläne nicht konkretisiert.

Nun ist es aber so weit: Der SCK, die Gemeinde Kriens und die Architekten präsentierten gestern den Bebauungsplan des Stadions. Bereits im August 2018 soll das neue Kleinfeld eröffnet werden. Dieses bietet Platz für 3200 Fans – allein die neue Haupttribühne fasst 900 überdachte Sitzplätze, 400 mehr als aktuell. Total hat das Stadion derzeit eine Kapazität von über 5300 Sitz- und Stehplätzen. Somit müssen die Spieler in Zukunft vor einer kleineren Kulisse spielen. «Dafür ist das Stadion schneller ausverkauft und die Stimmung umso besser», erhofft sich SCK-Präsident ­Werner Baumgartner. In der Promotion League hat der SCK durchschnittlich rund 800 Zuschauer. Beim SCK handelt es sich mit knapp 700 Aktiven um den grössten Zentralschweizer Fussballclub.

Geplant ist ein Neubau eines Fussballstadions mit 900 Sitz- und 2300 Stehplätzen (Challenge-League-tauglich) sowie ein Stadion-Restaurant. (Bild: Visualisierung PD)
Die neue Anlage soll offen und für alle zugänglich sein. (Bild: Visualisierung PD)
Blick Richtung Pilatus: Abgeschirmt und ziemlich veraltet präsentiert sich das Kleinfeld heute. (Bild: Corinne Glanzmann)
Informierten am 21. Dezember 2015 gemeinsam über den geplanten Neubau im Kleinfeld (von links): Der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn, Gemeindepräsident Cyrill Wiget, SCK-Präsident Werner Baumgartner sowie Iwan Bühler und Michael Kuhn vom Architekturbüro Iwan Bühler. (Bild: PD)
Querschnitt des neuen Stadions (Bild: Visualisierung PD)
Das Stadion genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Auf dem Bild: Die Mannschaften betreten das Spielfeld zum Fussballspiel der ersten Runde des Schweizer Cups zwischen dem SC Kriens und dem BSC Young Boys am 15. August dieses Jahres. (Bild: Keystone / Georgios Kefalas)
6 Bilder

Neues Stadion in Kriens

Neu: Kunstrasen

Eine weitere, gewichtige Änderung ist der Ersatz des Naturrasens durch einen Kunstrasen. «Das erfreut die Spieler wohl nicht sonderlich», so Baumgartner. Trotzdem würden die Vorteile der künstlichen Unterlage überwiegen. So kann der Platz auch während des Trainings und bei schlechten Wetterbedingungen von den zahlreichen Teams des SCK bespielt werden. «Heute müssen wir den Platz für die Trainings meist schonen, damit er für die Ernstkämpfe der 1. Mannschaft in gutem Zustand ist», so Baumgartner. Das soll sich mit dem künstlichen Grün ändern.

Breitensportler sollen profitieren

Doch nicht nur ein neues Spielfeld wird gebaut: Das Kleinfeld soll Chal­lenge-League-tauglich werden. Dafür werden die Stehplätze saniert, bei der Gegentribühne wird es neue WC-Anlagen und Essstände geben. Auch von aussen betrachtet, bekommt das ganze Stadion ein neues Gesicht, wobei das zweistöckige Hauptgebäude am stärksten auffallen wird (siehe Visualisierung). Darin sollen neben neuen Räumlichkeiten für den Fussballbetrieb auch ein Fitnesscenter, eine Physiotherapie und die Sportschule Kriens Platz finden. Von dieser Mantelnutzung des Neubaus sollen auch Breitensportler profitieren.

Deshalb wird auch der Zugang zum Kleinfeld-Areal geöffnet. «Die Absperrgitter kommen weg. Zusammen mit den anliegenden zwei Trainingsfeldern, der Leichtathletik- und Beachvolleyballanlage und dem Schwimmbad soll das Kleinfeld zu einem zusammenhängenden, offenen Sportzentrum werden», sagt Architekt Michael Kuhn vom Architekturbüro Iwan Bühler. Zudem entsteht neben dem Hauptgebäude ein Durchgangsweg für Fussgänger, der die Horwer- und Schlundstrasse verbindet. Dass auch Breitensportler vom Neubau profitieren können, war für die Gemeinde ausschlaggebend. «Mit dieser Mantelnutzung wollen wir den Breitensport gezielt fördern», sagt Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne).

Gemeinde zahlt 4,2 Millionen

Mit dem veröffentlichten Bebauungsplan ist nun auch klar: Das Projekt wird 20 Millionen Franken kosten. Unterstützung erhält der SCK von der Gemeinde: 4,2 Millionen will diese beisteuern – 2 Millionen für den Tribünenneubau, 1,5 Millionen für den Kunstrasen sowie 700 000 für die Sanierung der Stehtribünen. «Diese finanziellen Mittel sind bereits in der Finanzplanung enthalten», sagt Gemeindeammann Matthias Senn (FDP).

Auch der Kanton wird sich am Projekt mit Sporttoto-Geldern beteiligten. Wie hoch diese ausfallen, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Wenn zudem die kantonal organisierte Sportschule ins Kleinfeld zieht, wird der Kanton zusätzlich für Mieterträge sorgen.

Rendite dank Mantelnutzung

Damit ist aber immer noch der Grossteil der Kosten ungedeckt. Der SCK ist deshalb nach wie vor auf der Suche nach einem sportbegeisterten, privaten Investor, der dank der Mantelnutzung auch eine Rendite erwarten darf. «Erste Gespräche haben bereits stattgefunden», verrät SCK-Präsident Baumgartner. Denn die Zeit drängt: Spätestens bis Ende März will man einen Investor gefunden haben.

Der Bebauungsplan wird am 21. Januar im Krienser Einwohnerrat erstmals behandelt. Anschliessend wird der Bebauungsplan bis Ende Februar öffentlich aufliegen. «Wir sind guter Dinge, dass es zu keinen Einsprachen kommen und der Zeitplan eingehalten werden kann. Über das Projekt haben wir uns bereits gut mit den Einwohnerräten ausgetauscht», so Baumgartner. Ende Juni soll im Einwohnerrat die zweite Lesung zum Bebauungsplan stattfinden, Baubeginn ist im optimalen Fall Ende 2016.

Abgeschirmt und ziemlich veraltet präsentiert sich das Kleinfeld heute. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue Luzerner Zeitung))

Abgeschirmt und ziemlich veraltet präsentiert sich das Kleinfeld heute. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue Luzerner Zeitung))

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