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KRIENS: Konzertveranstalter Stefan Matthey: «Pilatus-Arena hat Potenzial für grössere Pop-Konzerte»

Für Konzertveranstalter Stefan Matthey, CEO von Good News, hat die geplante Sport- und Eventhalle im Krienser Mattenhof «eine interessante Grösse». Allerdings gibt es einige Anforderungen – und einen Wermutstropfen.
Roman Hodel
Blick in die multifunktionale Sport- und Eventhalle mit 4'000 Plätzen. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)

Blick in die multifunktionale Sport- und Eventhalle mit 4'000 Plätzen. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)

Stefan Matthey, die meisten grösseren Pop- und Rock-Bands machen heute auf ihrer Schweiz-Tournee einen Bogen um Luzern, wird sich dies dank der Pilatus-Arena ändern?

Wenn die Halle bezüglich Infrastruktur für Konzerte geeignet ist und sich die Kosten für die Veranstalter im Rahmen halten, sehe ich durchaus Potenzial. Geografisch gesehen ist Luzern gut gelegen, und die 4 000 Zuschauer Fassungsvermögen sind eine interessante Grösse.

Warum?

Weil für die meisten Konzerte von Pop- und Rockstars diese Grösse heute reicht. Das beweist der Erfolg der neuen Samsung-Halle in Dübendorf bei Zürich mit 5000 Zuschauern Fassungsvermögen. Nur wenige Superstars vermögen noch das Zürcher Hallenstadion mit 13 000 Plätzen zu füllen. Deshalb finden auch dort mittlerweile kleinere Konzerte statt, bei denen die Halle jeweils mit Vorhängen unterteilt wird.

Good News ist ein grosser Player in der Branche. Warum veranstalten Sie kaum Konzerte in Luzern? Liegt es an der Billettsteuer, die sowohl die Stadt Luzern als auch die Standortgemeinde der Pilatus-Arena, Kriens, erheben?

Diese ist tatsächlich ein Ärgernis. Wir haben zwar ein phänomenales Verhältnis und eine Vorzeige-Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern. Doch die Billettsteuer erhöht das Risiko für uns und den Ticketpreis für die Zuschauer. Dass dieses Geld am Ende hoch subventionierten Institutionen wie dem KKL zu Gute kommt, finde ich schon etwas schwierig.

Also ist die Steuer schuld?

Jein. Zumal wir durchaus Konzerte in Luzern veranstalten. Denken Sie nur an Rammstein vor eineinhalb Jahren auf der Allmend mit rund 50 000 Zuschauern oder die Toten Hosen im kommenden Juni.

Nur, das sind Open Airs – doch was ist mit Hallenkonzerten?

Dafür fehlt in Luzern schlicht eine schlaue Location für ein paar tausend Zuschauer. Das KKL eignet sich nur bedingt für Pop- und Rockkonzerte, und die anderen Locations sind zu klein.

Da würde ja die Pilatus- Arena punkto Grösse eine Lücke schliessen. Was macht sonst eine gute Konzerthalle aus?

Unabdingbar sind etwa eine gute Isolation wegen der Lärmimmissionen, eine grosszügige Stromversorgung und Beleuchtung, für grössere Produktionen müssen Lastwagen ein- und ausfahren können, und selbstverständlich braucht es genügend Notausgänge. Wichtig sind auch Dinge wie das Gastroangebot oder Garderoben. Idealerweise werden Konzertveranstalter deshalb in die Planung miteinbezogen. Die Samsung-Halle erfüllt viele dieser Anforderungen.

Interview: Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

«Nur wenige Superstars vermögen noch das Zürcher Hallenstadion zu füllen.» Stefan Matthey, CEO Good News (Bild: Regina Jaeger)

«Nur wenige Superstars vermögen noch das Zürcher Hallenstadion zu füllen.» Stefan Matthey, CEO Good News (Bild: Regina Jaeger)

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