KRIENS: Kriens droht mit Beschwerde gegen Bypass-Projekt

Der Bypass soll Luzern vom Verkehr ent­lasten. Doch Krienser Politiker befürchten das Gegenteil und erhalten Rückenwind – von höchster Instanz.

Christian Hodel
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Herzstück des geplanten Bypass ist ein neuer Tunnel. (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

Herzstück des geplanten Bypass ist ein neuer Tunnel. (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

Kriens will sich gegen die 1,6 Milliarden Franken teure Bypass-Umfahrung wehren. Die Luzerner Vorortsgemeinde befürchtet Lärm und Mehrverkehr. Nun macht ein Urteil des Bundesgerichts den Kriensern neue Hoffnung. Dieses hat eine Beschwerde der Gemeinde Weiningen gutgeheissen, die sich gegen den Bau einer dritten Röhre beim Gubristtunnel wehrt. Dem Urteil wird wegweisender Charakter zugemessen. Das sieht auch der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget (Grüne) so. Falls das Bypass-Projekt in der weiteren Planung nicht optimiert werde, «werden wir das gleiche tun müssen wie die Gemeinde Weiningen beim Gubrist», sagt er.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) fürchtet hingegen, dass Strassenprojekte künftig teurer werden, falls jeder lokale Wunsch berücksichtigt werden müsse.