KRIENS: Kriens plant Empfang für die Miss Schweiz

Die Schweiz kann sich auf etwas gefasst machen – denn die neue Miss Schweiz aus Kriens hat es faustdick hinter den Ohren.

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Minuten nach der Wahl zur Miss Schweiz gibt Kerstin Cook die ersten Interview. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Minuten nach der Wahl zur Miss Schweiz gibt Kerstin Cook die ersten Interview. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

«Sie hat schon als Kind gerne Streiche gespielt», verrät ihr Vater Derek Cook (51). «So hat sie zum Beispiel immer gewartet, bis ich mich hinsetzen wollte und hat dann den Stuhl im letzten Moment weggezogen.»

Eine CD aufgenommen
Auch beim Leichtathletik Club Luzern, wo Kerstin Cook bis vor zwei Jahren trainierte, haben die Mitglieder ihr spitzbübisches Wesen zu spüren bekommen. «Wenn sie eine Möglichkeit sah, einen Betreuer anzuspritzen, hat sie das ausgenutzt», sagt ihr ehemaliger Trainer Stephan Zopfi. Sie habe immer etwas ausgeheckt. Einmal, sie war etwa zwölf, hatte sie die Idee, mit ihrer Freundin eine CD aufzunehmen. Dies hat sie dann auch getan. «Die beiden haben vor und nach dem Training immer unter der Tribüne geübt.»

Dann geht es nach dem Missenjahr weiter ins Showgeschäft? Zumindest Vater Cook glaubt nicht daran: «Kerstin denkt, dass sie gut singt. Ich sehe das anders», sagt er mit einem Augenzwinkern. Dafür habe sie für eine Miss Schweiz die idealen Voraussetzungen: «Sie hat mit 14 bereits erste Model-Erfahrungen gemacht. Und sie ist direkt, bodenständig und hat eine eigene Meinung.» Derek Cook ist überzeugt, dass seine Tochter auch im Amtsjahr, trotz Medienrummel, so bleiben wird, wie sie ist. Er selbst ist schon jetzt, Anfang Missenjahr, froh, wenn es wieder etwas ruhiger wird. «Zurzeit ist es schon ziemlich anstrengend.» Er sei mit seiner Frau erst um 5.30 Uhr am Sonntagmorgen nach Hause gekommen und um sieben schon wieder aufgestanden. Auch die beiden Brüder Richard (25) und James (23) hätten eine lange Nacht hinter sich.

Kriens plant Empfang für die Miss
Vor dem Fernseher mitgefiebert hat die Krienser Gemeindepräsidentin Helene Meyer-Jenni. Ihre Tochter war gar live an der Wahl in Zürich dabei, die beiden kennen sich von der gemeinsamen Arbeit in einem Modegeschäft des Pilatusmarkts. «Wir freuen uns, eine so gute Repräsentantin für unsere Gemeinde zu haben, und werden ihr einen gebührenden Empfang bereiten», sagt Meyer-Jenni. Wann dieser stattfinde, werde zurzeit mit dem Management abgeklärt.

Übrigens: Neben Kerstin Cook ist auch der amtierende Mister Schweiz Jan Bühlmann ein ehemaliges Vereinsmitglied des Leichtathletik Clubs Luzern. Die beiden werden demnächst an einem Juniorentraining teilnehmen. «Wir sind ein kleiner Verein. Dementsprechend kennt man sich, die Leute fühlen sich wohl und strahlen eine Zufriedenheit aus. Das ist das Geheimnis, warum unsere Mitglieder so gut aussehen», sagt Trainer Stephan Zopfi. Oder in der Kurzformel: «Leichtathletik macht schön!»

Barbara Inglin / Neue LZ

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