KRIENS: Krienser Arzt in Somalia ermordet

Ruth Warsame-Thöni trauert um Abdirisak Warsame. Der 50-jährige Arzt starb diese Woche nach einem Bombenattentat in Somalia.

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Vor dieser Bar in Mogadischu ist vor einer Woche die Autobombe hochgegangen, welcher der Krienser Arzt zum Opfer fiel. (Bild: Farah Abdi Warsameh)

Vor dieser Bar in Mogadischu ist vor einer Woche die Autobombe hochgegangen, welcher der Krienser Arzt zum Opfer fiel. (Bild: Farah Abdi Warsameh)

«Abdirisak war ein feiner, sensibler, fröhlicher und hilfsbereiter Mensch», sagt die Krienserin Ruth Warsame-Thöni. Es war im Jahr 1991, als sie auf einem Perron im Berner Hauptbahnhof auf den Zug Richtung Luzern wartete – und Abdirisak Warsame zum ersten Mal begegnete.

Es kam zu einer kurzen Unterhaltung. Adressen wurden ausgetauscht. Die beiden fühlten sich zueinander hingezogen. Die Beziehung entwickelte sich Schritt für Schritt, und rund ein Jahr nach dem ersten Treffen schlossen Ruth und Abdirisak den Bund fürs Leben.

Er schloss sein Medizinstudium ab und arbeitete zeitweise im Kantonsspital St. Gallen. Schliesslich kehrte für das Hilfswerk Hadia Medical Swiss, das er zusammen mit seinem Schwager gründete, in seine Heimat Somalia zurück. Dort wurde er letzten Sonntag bei einem Autobomben-Attentat schwer verletzt. Kurze Zeit später verstarb der 50-Jährige in einem Spital an seinen gravierenden Brandverletzungen.

 Thomas Heer