KRIENS: Krienser Schulhaus wird erweitert

Das Schulhaus Brunnmatt wird für 10 Millionen Franken saniert und ausgebaut. Zu reden gab unter anderem das Dach.

Christian Glaus
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Das Brunmatt Schulhausareal in Kriens. (Bild: Nadia Schärli (14. Februar 2011))

Das Brunmatt Schulhausareal in Kriens. (Bild: Nadia Schärli (14. Februar 2011))

«Im Sommer schwitzen die Schüler wie in einer Sauna, im Winter frieren sie wie in einer ungeheizten Berghütte.» Mit diesen Worten brachte der Krienser Einwohnerrat Rolf Schmid (CVP) den Zustand des Schulhauses Brunnmatt auf den Punkt. Die Anlage, die zwischen 1950 und 1952 gebaut wurde, muss dringend saniert werden. Darin waren sich die Einwohnerräte einig. Einstimmig genehmigten sie den Baukredit von 9,975 Millionen Franken.

Der Gemeinderat hat das Projekt auf das Nötigste reduziert, um den Finanz- und Aufgabenplan einzuhalten. Geplant ist, dass das Gebäude umfassend saniert wird. Zudem wird das Dach um 1,7 Meter angehoben, sodass im Dachgeschoss Platz für zusätzliche Räume entsteht. Dadurch können eine dritte Kindergartenklasse geführt und neue Gruppenräume geschaffen werden. Aus Sicht der FDP ist das zu wenig. Deren Sprecher Beat Tanner sagte: «Es entstehen fast nur neue Gruppenräume; aufgrund des Wachstums der Schülerzahlen ist das Projekt nicht ausgereift.» Seine Fraktion hätte sich eine Erweiterung gewünscht, die mehr Platz schafft: «Das Schulhaus wird uns in Zukunft unnötig unter Druck setzen.»

Kein weiterer Ausbau in den nächsten 10 Jahren

Gemäss Bildungsvorsteherin Judith Luthiger (SP) hat der Gemeinderat einen Erweiterungsanbau mit zwölf zusätzlichen Klassenzimmern geprüft. Dieser hätte aber Kosten von rund 20 Millionen Franken zur Folge gehabt und wurde deshalb nicht weiter verfolgt. Zudem betonte Luthiger, dass aufgrund der Schulraumplanung vor allem die Schulhäuser Roggern und Kuonimatt ausgebaut werden müssen. «Im Brunnmatt braucht es in den nächsten zehn Jahren keine weiteren Schulzimmer.»

In der Folge drehten sich die Diskussionen vor allem um Detailfragen. Die Kommission für Finanzen und Gemeindeentwicklung stellte den Antrag, eine Tageslichtsteuerung einzubauen. Damit könne das Raum- und Lichtklima verbessert werden. Die CVP unterstützte dies, stellte aber den Antrag, die Mehrkosten von 18000 Franken bei den Umgebungsarbeiten einzusparen. Dieser Antrag setzte sich durch.

Keine Unterstützung erhielt ein Antrag von Erich Tschümperlin (Grüne), eine Fotovoltaik­anlage einzubauen. Dadurch wären Mehrkosten von gut 50000 Franken entstanden. Die Idee kam zwar grundsätzlich gut an. Doch weil der Gemeinderat diese Option nicht vertieft geprüft hatte, taten sich viele Einwohnerräte schwer, zuzustimmen. Der Antrag wurde knapp mit 14 zu 13 Stimmen abgelehnt.

Vorgesehen ist, dass die Arbeiten zwischen Juni 2017 und August 2018 realisiert werden. In dieser Zeit müssen die Schüler in die Pavillons auf der Krauerwiese ausweichen.

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch