Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

KRIENS: Linke lancieren Wohnraum-Initiative

Günstiger Wohnraum soll in der Gemeinde gefördert werden. In welchem Ausmass, ist noch offen.
Initiative will zahlbaren Wohnraum in Kriens. (Symbolbild LZ)

Initiative will zahlbaren Wohnraum in Kriens. (Symbolbild LZ)

Angesichts des Baubooms in Luzern Süd und dem Krienser Zentrum, befürchten linke Kreise, dass der Anteil bezahlbaren Wohnraums in Kriens langfristig sinkt. Schon heute seien viele ehemals von der Industrie erstellten und günstigen Wohnbauten privatisiert, und Baugenossenschaften könnten im Konkurrenzkampf um Bauland gegen finanzstarke Investoren nicht mithalten, schreibt die Krienser SP in einer Mitteilung. Deshalb hat sie gemeinsam mit den Grünen sowie Vertretern von Baugenossenschaften und Mieterverband die Gemeindeinitiative für bezahlbaren Wohnraum lanciert. Die Sammlung der benötigten 500 Unterschriften beginnt Anfang September.

Mit der wachsenden Bevölkerungszahl soll auch der Anteil an bezahlbarem Wohnraum zunehmen, seien es Genossenschaftswohnungen oder günstige, von Privaten erstellte Wohnungen – so das Ziel der Initiative. Konkret verlangt sie, den Erhalt und die Förderung bezahlbaren Wohnraums gesetzlich zu verankern. Es sollen Massnahmen in folgenden Bereichen definiert werden: Erhalt von bezahlbarem Wohnraum, Förderung gemeinnützigen Wohnraums, Festsetzung von Anteilen des preisgünstigen Wohnungsbaus in Entwicklungsgebieten sowie bei grösseren Ein- und Umzonungen. Auf eine prozentuale Festlegung des Anteils von bezahlbaren Wohnungen in der Initiative – wie es etwa in der Stadtluzerner Initiative für gemeinnützigen Wohnraum der Fall war – wurde bewusst verzichtet. «Wir lassen dies offen, damit das Anliegen auf grössere Akzeptanz stösst», sagt Cla Büchi, Mitglied des Initiativkomitees und SP-Fraktionschef, auf Anfrage. Der Anteil soll erst bei der Umsetzung geklärt werden. «Ausserdem wollen wir die Initiative nicht auf genossenschaftlichen Wohnraum reduzieren.»

Mieten seien langfristig 20 Prozent günstiger

Wichtig sei, dass Planung und Bau von gemeinnützigem und bezahlbarem Wohnraum frühzeitig in Angriff genommen werde, so Büchi. «Nachhaltiges Bauen ist gleich teuer oder sogar teurer als renditeorientiertes Bauen. Nach 10 bis 20 Jahren sind die Mieten aber rund 20 Prozent günstiger, da keine Rendite abgeschöpft wird.» Deshalb solle man nicht abwarten, bis der heute bestehende günstige Wohnraum durch neuen ersetzt werde und damit bezahlbare Wohnungen plötzlich fehlen. (bev)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.