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KRIENS: Luzerner Originale sitzen auf dem Coiffeurstuhl

«Maroni-Rico» lud zum Fest, die Originale kamen. Sie vergnügten sich bei Bier, Marroni und Musik. Derweil organisierte die Güüggali-Zunft ein Angebot spezieller Art.
Kilian Küttel
«Am Bart so wenig wie möglich.» Coiffeuse Rogée Mehr stutzt Hans Ochsenbein auf dem Krienser Dorfplatz den Bart. Bild: Dominik Wunderli (27. Oktober 2016)

«Am Bart so wenig wie möglich.» Coiffeuse Rogée Mehr stutzt Hans Ochsenbein auf dem Krienser Dorfplatz den Bart. Bild: Dominik Wunderli (27. Oktober 2016)

Sie waren gestern in Feierlaune: Die Luzerner Originale trafen sich auf dem Krienser Dorfplatz. Rico Widmer, besser bekannt als «Häbädä häbädä» oder «Maroni-Rico», hatte seine Kollegen und die Güüggali-Zunft zum Marronischmaus eingeladen. «Die Zunft schaut gut zu uns und organisiert immer wieder Anlässe. Mit diesem Fest will ich etwas zurückgeben», sagte Widmer, während er eine nächste Ladung Kastanien röstete.

Seinem Ruf folgten rund 15 Originale – darunter Angelo Bühler, «Tüüfel» Alfred Emmenegger und Peter Gisler. Bekannt für seine Festreden, liess es sich dieser nicht nehmen, zu den Anwesenden zu sprechen. «Ich bin jetzt seit dem Jahr 2007 Mitglied in der Güüggali-Zunft und halte eigentlich fast jedes Mal eine Rede», so Gisler. Dieses Mal sollte sie vom Krienser Dorfpatron, St. Gallus, handeln. Das versicherte er vor seinem Auftritt. Über die Einladung von «Häbädä häbädä» freute sich Gisler sichtlich. Mit einem Glas Rotwein in der Hand meinte er: «Die Treffen sind immer interessant. Ich geniesse sie sehr.»

Zunftmeister kam mit der Kutsche

Zum Geniessen kommt Peter Gisler derzeit häufig. Die Originale haben ein straffes Programm. «Letzte Woche besichtigten wir eine Schiffswerft, die Woche vorher das Lokal der Luzerner Feuerwehr. Und heute sind wir eben bei Rico eingeladen», erklärte der Zunftmeister der Güüggali-Zunft, Hans Stadler. Dieser kam gestern nicht etwa mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem Bus – nein, er nahm standesgemäss die Kutsche. Gefahren hatte ihn Marie-Therese Eggermann. «Ich habe spontan die Kutsche genommen. Da habe ich den Zunftmeister natürlich gleich aufgegabelt», sagte sie.

Hans Stadler hatte sich für das Treffen etwas Spezielles einfallen lassen: Wer wollte, konnte sich die Haare schneiden lassen: «Ich dachte, das wäre doch ein lustiger Gag.» Dieser fiel aber beinahe ins Wasser: Die aufgebotene Coiffeuse musste kurzfristig absagen, was Stadler zeitweilig in die Bredouille brachte.

Doch dieser besorgte schnell Ersatz: Rogée Mehr, die über 30 Jahre einen Salon in der Moosstrasse in Luzern betrieben hatte, sprang ein. Nach ein wenig Überredungskunst und einem Land­jäger zu Bestechungszwecken nahm dann der Krienser Hans Ochsenbein Platz auf dem Coiffeurstuhl. Er hatte nur eine Bedingung: «Nimm am Bart so wenig wie möglich. Ich bin bald als Samichlaus unterwegs.» Alfred «Tüüfel» Emmenegger weigerte sich derweil. Seine Begründung: «Die Schafe schert man im Frühling, nicht im Herbst.»

Kilian Küttel

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