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KRIENS: Michael Eicher hat die meisten Krienser Wöschwyber zu Hause

Die Krienser Fasnacht hat eine eigene Tradition. Dazu gehören die berühmten Holzmasken die grösste Sammlung besteht aus 300 Stück.
Michael Eicher mit seinen Krienser Masken. (Bild: Boris Bürgisser)

Michael Eicher mit seinen Krienser Masken. (Bild: Boris Bürgisser)

Wer das Atelier von Michael Eicher betritt, fühlt sich wie in einem Hexenhäuschen. Von den Wänden blicken Dutzende von Masken mit ihren verkniffenen Gesichtszügen herab. Es gibt liebliche und bedrohliche, lustige und gefährliche, verschmitzte und hinterhältige, gutmütige und zwiespältige. «Jede Maske ist anders. Jede ist ein Unikat», sagt Eicher.

Schon als Kind maskenbegeistert

Als Krienser ist Eicher mit diesen Masken aufgewachsen. «Wenn ich als kleiner Bub mit den Eltern an die Fasnacht ging, hatte ich Angst vor diesen Masken, aber auch eine Art Ehrfurcht.» So entstand die Neugier, sich mehr mit den Masken zu beschäftigen. Sein Vater kannte einen Maskenschnitzer, der bei der Fasnachtsgruppe «Original-Krienser-Maske» aktiv war. So kam es, dass Eicher 1996, im Alter von zehn Jahren, erstmals mit der Gruppe mitgehen durfte. «Ich bekam vom Vater eine Holzmaske und verkleidete mich als Wöschwyb.»

Michael Eicher mit seinen Krienser Masken. Seine Sammlung zählt rund 300 Stück. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Wer das Atelier von Michael Eicher betritt, fühlt sich wie in einem Hexenhäuschen. Von den Wänden blicken Dutzende von Masken mit ihren verkniffenen Gesichtszügen herab. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Es gibt liebliche und bedrohliche, lustige und gefährliche, verschmitzte und hinterhältige, gutmütige und zwiespältige. «Jede Maske ist anders. Jede ist ein Unikat», sagt Eicher. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Als Krienser ist Eicher mit diesen Masken aufgewachsen. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
«Wenn ich als kleiner Bub mit den Eltern an die Fasnacht ging, hatte ich Angst vor diesen Masken, aber auch eine Art Ehrfurcht.» (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
So entstand die Neugier, sich mehr mit den Masken zu beschäftigen. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Sein Vater kannte einen Maskenschnitzer, der bei der Fasnachtsgruppe «Original-Krienser-Maske» aktiv war. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
So kam es, dass Eicher 1996, im Alter von zehn Jahren, erstmals mit der Gruppe mitgehen durfte. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
«Ich bekam vom Vater eine Holzmaske und verkleidete mich als Wöschwyb.» (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Seitdem ist Eicher festes Mitglied der «Original-Krienser-Maske», wo er inzwischen im Vorstand das Amt des Kassiers bekleidet. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Im Verlauf der Jahre hat der begeisterte Krienser Fasnächtler seine grosse Sammlung von Holzmasken aufgebaut. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Eicher besitzt heute gut 300 Masken. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Es ist seines Wissens die grösste Sammlung von Krienser Masken. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
«Sie repräsentiert einen guten Querschnitt von Masken der bekanntesten Schnitzer.» (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Den vollständigen Artikel lesen Sie am 5. Februar 2015 in der Neuen Luzerner Zeitung oder www.luzernerzeitung.ch/epaper (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
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Krienser Holzmasken

Seitdem ist Eicher festes Mitglied der «Original-Krienser-Maske», wo er inzwischen im Vorstand das Amt des Kassiers bekleidet. Im Verlauf der Jahre hat der begeisterte Krienser Fasnächtler seine grosse Sammlung von Holzmasken aufgebaut.

Masken der bekanntesten Schnitzer

Eicher besitzt heute gut 300 Masken. Es ist seines Wissens die grösste Sammlung von Krienser Masken. «Sie repräsentiert einen guten Querschnitt von Masken der bekanntesten Schnitzer.» Von daher müsse er heute nicht mehr jede Maske haben. «Wichtiger ist, dass die Masken getragen werden», so Eicher.

Die Krienser Masken sind unweigerlich mit ihren Herstellern verbunden, den Maskenschnitzern. Von den bekannten ist heute nur noch der Holzbildhauer Toni Meier am Leben und aktiv. Daneben gibt es eine Reihe von Hobbyschnitzern. Zu ihnen gesellt sich bald auch Michael Eicher. «Ich habe einen Schnitzkurs gemacht. Natürlich ist es mein Ziel, einmal selber Krienser Masken herzustellen. Aber das Handwerk ist sehr anspruchsvoll. Ich bin immer noch in der Lernphase.»

Schiefer Zahn als Markenzeichen

«Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Charaktermasken und Schreckmasken», sagt Eicher. Die Schreckmasken erkennt man an ihren runden Augen, dem spitzen Kinn, den rot aufgerissenen Lippen und den weissen Unterkieferzähnen, die hervortreten. Sie sind in der immer gleichen Typologie gestaltet. Die Charaktermasken hingegen tragen ganz verschiedene Gesichtszüge. Viele von ihnen haben ein Lächeln, wirken verschmitzt und fröhlich. Auch der schiefe Zahn im Mund taucht immer wieder auf. Eine Tragemaske kostet bis zu 500 Franken.

Die charakteristischen Krienser Fasnachtsfiguren sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts klar geprägt worden. Es sind dies das Bärner Wyb, der Krienser Deckel und das Wöschwyb. Eine bekannte Figur ist auch der Buuremaa. Daneben gibt es eine ganze Reihe von andern Figuren wie Chesselflicker, Güggelipeter, Eierrösi, Chrüterfraueli, Korberin und andere Charaktere aus dem bäuerischen Milieu.

Gemäss Chronik der Galli-Zunft waren seit über 150 Jahren auf dem Heimwesen «uf der Muur» Masken von diversen Schnitzern vorhanden, die wahrscheinlich auch dort geschnitzt wurden. Deshalb bezeichnet man die ersten Krienser Masken als «Muur-» oder «Hübelimasken». Diese ältesten Krienser Masken tragen noch einfache und eher starre Gesichtszüge. Es sind «ruhige Menschengesichtsmasken», wie das in der Literatur beschrieben wird. Ab den 1940er-Jahren werden die Masken porträthaft, sie erhalten verschiedene Ausdrucksweisen. Für diesen Umbruch steht der Maskenschnitzer Alois Blättler (19031978). «Er schuf das Vorbild für die Maskentypen der heutigen Generation», sagt Eicher. Zu den Masken gehören die Figuren, die für die Krienser Fasnacht typisch sind. Früher wurden diese Figuren auch als Puppen dargestellt. Die bekannteste Puppenmacherin war Frieda Kaufmann, die heute noch lebt und 94 Jahre alt ist.

Pirmin Bossart

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