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KRIENS: Mit einem Lichtermeer sagt sie «Danke!»

Nadja Aschwanden tritt in der Fernsehsendung «Happy Day» auf. Das Fern­sehen hat ihr schon einmal eine Überraschung beschert.
Mirjam Weiss
Nadja Aschwanden in ihrer Wohnung in Kriens vor dem Wandbild von New York. (Bild Eveline Beerkircher)

Nadja Aschwanden in ihrer Wohnung in Kriens vor dem Wandbild von New York. (Bild Eveline Beerkircher)

«Ich wollte meinem Grossmami im grossen Rahmen Danke sagen. Sie ist alles für mich», sagt Nadja Aschwanden (30) aus Kriens. Deshalb habe sie sich bei der Fernsehsendung «Happy Day» auf SRF 1 beworben, in der Herzenswünsche der Zuschauer erfüllt werden. Die Samstagabendshow mit Moderator Röbi Koller ist fünf Mal jährlich im Programm und wird durchschnittlich von 650 000 Zuschauern gesehen.

Nadja Aschwandens Wunsch ging in Erfüllung: In der Weihnachtsausgabe von «Happy Day», die morgen ausgestrahlt wird, überrascht Nadja Aschwanden ihre Grossmutter mit einem Lichtermeer auf der Luzerner Rathausbrücke

Tränen beim «Happy Day»-Dreh

Am 1. Dezember fand der Dreh für die morgige Sendung statt. Unter dem Vorwand, er wolle ein wenig mit ihr spazieren gehen, habe ihr bester Freund ihre Grossmutter Marietta Aschwanden (74) zur Rathausbrücke geführt, erzählt Nadja Aschwanden schmunzelnd. «Dort sang der Gospelchor Zug, und plötzlich wurden Fackeln und ein Feuerwerk entzündet, und ich trat aus dem Rauch heraus auf meine Grossmutter zu.»

Sie habe in dem Moment nicht wirklich realisiert, was um sie herum passierte, erinnert sie sich. «Ich hatte Angst davor, wie mein Grossmami reagieren würde und dass ich plötzlich keinen Ton herausbringen würde.» Diese Sorge war unbegründet. Ihre Grossmutter sei von der Dankeschön-Aktion ihrer Enkelin erst völlig überrumpelt gewesen. Tränen flossen. Aber dann habe sie sich sehr gefreut, sagt Nadja Aschwanden.

Sie teilen die Liebe zu New York

Die 30-Jährige, die als Leistungsspezialistin bei einer Luzerner Krankenkasse arbeitet, sitzt in ihrer Wohnung in Kriens. Aufgeschlagen vor ihr liegt ein Fotobuch von einer New-York-Reise, die sie vor drei Jahren gemeinsam mit ihrer Grossmutter unternommen hat. Auf einem grossen Wandbild hinter ihr ist eben diese Grossstadt zu sehen. «New York ist unsere Stadt, weil wir beide so gern shoppen», sagt Nadja Aschwanden schmunzelnd. Sie habe einen sehr engen Kontakt zu ihrer Grossmutter, fährt sie fort. «Wir telefonieren täglich, und ich besuche sie drei Mal pro Woche in Erstfeld. Ich kann mit ihr über alles reden.»

Als 12-Jährige die Mutter verloren

Gemeinsam haben die beiden schon etliche Schicksalsschläge gemeistert: Ihre Mutter sei sehr jung Mutter geworden und allein mit einem Baby zeitweise überfordert gewesen, erzählt Nadja Aschwanden völlig offen. Ihr koreanischer Vater habe die Familie nach ihrer Geburt verlassen. Als fünfjähriges Mädchen sei sie von einem drogenabhängigen Freund ihrer Mutter körperlich misshandelt worden. «Daraufhin hat mich Grossmami zu sich genommen.»

Als Nadja zwölf Jahre alt war, starb ihre Mutter, und ihre Grossmutter übernahm die Mutterrolle. «Sie war selber alleinerziehende Mutter und hat erst meine Mutter und einige Jahre später meinen Onkel verloren», erzählt Nadja Aschwanden. «Und trotzdem hat sie nie aufgegeben.» Liebevoll blickt sie auf das Foto ihrer Grossmutter. «Ich habe den grössten Respekt vor ihr und wollte ihr durch ‹Happy Day› sagen, wie wichtig sie mir ist. Ich habe ihr so viel zu verdanken.» Nicht zuletzt hat sie durch ihre Grossmutter vor fünf Jahren ihren Vater kennen gelernt: «Sie hatte sich bei der RTL-Sendung ‹Vermisst› im deutschen Fernsehen gemeldet, und die Fernsehleute fanden meinen Vater in Korea.» Die Verständigung mit ihm sei schwierig, weil er nur Koreanisch spreche, sagt Nadja Aschwanden. «Aber ich weiss jetzt endlich, warum er damals wegging.»

Hinweis

Morgen um 20.10 Uhr läuft im Fernsehen auf SRF 1 die Weihnachtsausgabe von «Happy Day». Neben Nadja Aschwanden ist unter anderen der englische Singer/Songwriter James Arthur zu Gast bei Moderator Röbi Koller.

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