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KRIENS: Neuer Hort eröffnet – schon fast ausgebucht

Drei Schülerhorte gibt es neu in Kriens. Doch diese reichen nicht aus. Denn die Horte erleben derzeit einen regelrechten Boom.
Mirjam Weiss
Sylvia Küng, Hortleiterin (links), und Miriam Troxler vom Gemeinnützigen Frauenverein im Schülerhort Roggern in Kriens. (Bild Corinne Glanzmann)

Sylvia Küng, Hortleiterin (links), und Miriam Troxler vom Gemeinnützigen Frauenverein im Schülerhort Roggern in Kriens. (Bild Corinne Glanzmann)

Kaum geht er auf, ist er schon fast voll: 26 Kinder sind im gestern eröffneten Schülerhort Roggern angemeldet. Der neue Hort – der dritte in Kriens – verfügt über 20 Plätze für Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der Primarschule. Jeweils vor und nach der Schule, über den Mittag und während der Ferien werden die Schüler im Hort betreut. Die Kosten dafür sind vom steuerbaren Einkommen der Eltern abhängig.

Da die meisten Schüler nur an einzelnen Tagen dort sind, wird ein Platz auf mehrere Kinder aufgeteilt. «Mit 32 bis 35 Kindern wäre der Hort Roggern voll belegt. An einem Tag sind wir schon jetzt ausgebucht», sagt Miriam Troxler, Geschäftsführerin des Gemeinnützigen Frauenvereins Kriens. Der Verein leitet die drei Schülerhorte und das Schülerhuus, eine sozialpädagogische Tagesstätte, im Auftrag der Gemeinde. Weiter gibt es in Kriens einen Tagesplatzverein und den Mittagstisch Obernau, der von einer Elternvereinigung geführt wird.

«Bestehende Horte sind übervoll»

Die Krienser Schülerhorte sind gefragt: «Im Hort Roggern haben wir bedeutend mehr Anmeldungen als bei der Eröffnung des Schülerhorts Meiersmatt 2010», sagt Miriam Troxler. «Dort waren es zu Beginn 15 Anmeldungen.» Die grosse Nachfrage hänge sicher zum einen damit zusammen, dass das Angebot heute bekannter sei als vor einigen Jahren. Zum anderen zeige sie, dass familienergänzende Tagesstrukturen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute zwingend seien.

Zudem habe das Bundesgesetz von 2003 zur familienergänzenden Kinderbetreuung und die damit verbundene Anschubfinanzierung des Bundes dazu geführt, dass Kindertagesstätten «wie Pilze aus dem Boden geschossen» seien. Wenn sie älter seien, wechselten viele Kinder von der Kita in die Schülerhorte. Die Konsequenz: «Die bestehenden Schülerhorte in Kriens sind übervoll.» Unter «grossen Anstrengungen» sei es gelungen, für das neue Schuljahr alle angemeldeten Kinder unterzubringen. «Aber es braucht weitere Horte», so Troxler. Die kantonalen Vorgaben (siehe Box) könnten sonst nicht erfüllt werden.

Bei der Gemeinde weiss man um das Problem: «Im neuen Schülerhort Roggern haben wir schon jetzt eine Belegungsrate von 60 bis 70 Prozent. Normalerweise liegt diese am Anfang bei 40 bis 50 Prozent», sagt Thomas Kost, Leiter der Abteilung Jugend und Sport/Familie/Sicherheit. Pro Jahr treten 50 bis 60 Kinder neu in die Krienser Schülerhorte ein. Da viele der Schüler während der gesamten Kindergarten- und Primarschulzeit im Hort betreut würden, komme es zu Staus, bis die ältesten Kinder den Hort verliessen.

Der Schülerhort Roggern hätte ursprünglich bereits 2011 eröffnet werden sollen. Aus «finanzpolitischen Gründen» habe sich der Bau jedoch verzögert.

«Es sind weitere Horte im ganzen Gemeindegebiet notwendig», sagt auch Thomas Kost. Namentlich im Gebiet Amlehn, Brunnmatt und Feldmühle wie auch im Obernau und in der Kuonimatt. «In den kommenden vier bis fünf Jahren wird das Hortangebot entsprechend ausgebaut.» Im unteren Gemeindegebiet stünden Schulhaussanierungen an, wobei Horträume eingeplant würden.

Jährliche Kosten: 145 000 Franken

Die Baukosten für den Hort Roggern beliefen sich auf 980 000 Franken, sagt Thomas Kost. Der Betrieb eines Hortes koste die Gemeinde pro Jahr rund 145 000 Franken. Etwa 25 Prozent davon übernehme der Kanton.

«Die Eröffnung des Schülerhorts Roggern ist ein wichtiger Schritt für die ausserfamiliäre Kinderbetreuung in Kriens», sagt der zuständige Gemeinderat Cyrill Wiget. «Geografisch sind wir nun recht gut aufgestellt. Die Verschnaufpause für den weiteren Ausbau wird allerdings kurz sein.»

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