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Kriens: Neues Schulhaus für Luzern Süd

Bisher wollte der Krienser Gemeinderat nichts wissen von einem neuen Schul-Standort. Doch der Bauboom zwingt ihn nun zum Umdenken. Die Suche nach einem geeigneten Areal dürfte allerdings schwierig sein.
Robert Knobel
Der Mattenhof in Kriens ist eines von zahlreichen Neubauprojekten im Gebiet Luzern Süd. Bild: Dominik Wunderli (10. April 2018)

Der Mattenhof in Kriens ist eines von zahlreichen Neubauprojekten im Gebiet Luzern Süd. Bild: Dominik Wunderli (10. April 2018)

Es ist eine der Fragen, welche die Krienser Politik zurzeit am meisten beschäftigt: Wohin mit all den Schülern, die in den nächsten Jahren in die Neubaute in Luzern Süd ziehen werden? Bisher verfolgte der Krienser Gemeinderat die Strategie, die bestehenden Schulstandorte auszubauen - einerseits mit An- und Erweiterungsbauten, aber auch mit schnell realisierbaren Modulbauten. Mittelfristig hält der Gemeinderat weiterhin an dieser Strategie fest, wie Bildungsvorsteherin Judith Luthiger (SP) sagt: «Wir wollen die bestehenden Schulstandorte so ausbauen, dass weiterhin genügend Freiraum vorhanden ist.» Der Gemeinderat war in der Vergangenheit kritisiert worden, weil Schulhäuser auf Kosten von Spiel- und Pausenflächen erweitert wurden.

Nun hat der Gemeinderat in der aktualisierten Schulraumplanung 2018 ein Ziel aufgenommen, das aufhorchen lässt: Ein neuer Schulstandort im Gebiet Luzern Süd soll geprüft werden. Es ist das erste Mal, dass der Gemeinderat die Notwendigkeit eines zusätzlichen Standorts offiziell anerkennt. Bisher wollte er sich aus finanziellen Gründen nicht zu einem solchen Bekenntnis durchringen. Der Gemeinderat schreibt denn auch, dass die finanzielle Situation von Kriens dem Projekt enge Grenzen setzt.

Auch Horw interessiert sich für Schulhaus

Doch die bestehenden Schulanlagen in Luzern Süd (Roggern und Kuonimatt) werden in etwa zehn Jahren trotz Ausbauten an ihre Kapazitätsgrenze stossen. Das gilt insbesondere auch für die Turnhallen. So werden die obligatorischen drei Turnlektionen pro Woche aus Platzgründen nicht mehr für alle Kinder möglich sein. Deshalb müsse man jetzt die Weichen für eine neue Schulanlage stellen.

Kommt hinzu, dass auch im Horwer Teil von Luzern Süd eine rege Bautätigkeit herrscht. Theoretisch wäre denkbar, dass dereinst auch Kinder aus Horw das neue Schulhaus besuchen, da es der nächst gelegene Standort wäre. Die Gemeinde Horw hat bereits in der Vergangenheit Interesse signalisert für den Fall, dass Kriens in Luzern Süd ein neues Schulhaus bauen sollte.

Schulhaus anstelle von Schrebergärten?

Der genaue Standort und die Grösse der neuen Schulanlage sind noch völlig offen. Das Entwicklungskonzept für Luzern Süd erwähnt zumindest einen möglichen Standort auf dem heutigen Schrebergarten-Areal im Grabenhof. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe der Neubausiedlungen Mattenhof und Schweighof sowie der Kuonimatt.

Einen Haken hat dieser Standort allerdings: Das Grundstück gehört der Stadt Luzern. Diese darf aufgrund der angenommenen Boden-Initiative kein Land mehr verkaufen. Kriens könnte das Schulhaus auf dem städtischen Grundstück daher nur im Baurecht realisieren – ein eher ungewöhnliches Vorgehen bei Schulbauten. Ebenfalls der Stadt Luzern gehört das brach liegende Areal Hinterschlund neben dem Pilatusmarkt. Ausser zur periodischen Car-Parkierung hat die Stadt noch keine konkreten Pläne für das Areal (wir berichteten). Die Gemeinde Kriens selber verfügt in Luzern Süd über keine Landreserven.

Schul-Standorte in Luzern Süd

Schulhäuser Roggern und Kuonimatt werden vergrössert

Heute besuchen in Kriens 1400 Kinder die Primarschule. Schon in fünf Jahren werden es 2000 sein. Auch bei den Kindergärtlern und bei den Sekschülern sind die Zahlen steigend. Dies hat gemäss Gemeinderat aber nicht nur mit der Bautätigkeit und den entsprechenden Zuzügern zu tun. Denn auch die Geburtenrate ist seit Jahren steigend. Allein aufgrund der zunehmenden Geburten braucht es mittelfristig 8 zusätzliche Klassen in Kriens.

Verdoppelung der Schülerzahl

Die Neubaugebiete tun wie erwähnt ihr Übriges zum Anstieg der Schülerzahlen. Dieser ist besonders im Gebiet Luzern Süd eindrücklich. Im kommenden Schuljahr werden im Schulhaus Kuonimatt fünf Primarklassen geführt. Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Das Kuonimatt-Schulhaus wird daher zunächst mit Modulbauten erweitert, auf das Schuljahr 2023/24 hin ist zudem ein fixer Neubau geplant. Der Kreditantrag für den Architekturwettbewerb wird im Herbst dem Einwohnerrat unterbreitet. Auch in der Schulanlage Roggern braucht es in den nächsten fünf Jahren einen Erweiterungsbau sowie eine Aufstockung des Sek-Schulhauses.

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