KRIENS: Per Schlauch aus dem Schloss Schauensee

Das Schloss Schauensee in Kriens hat ein neues Rettungssystem. Mit einem Rettungsschlauch können im Brandfall die Schloss-Gäste schnell ins Freie gelangen. Zisch ist mit der Kamera mitgerutscht.

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Mutig voran: Beata Wüest steigt in die Schlauchrutsche. (Bild Nadine Aregger)

Mutig voran: Beata Wüest steigt in die Schlauchrutsche. (Bild Nadine Aregger)

Am Mittwoch demonstrierte der Krienser Feuerwehrkommandant Andy Vonesch dem versammelten Gemeinderat, wie dieser Rettungsweg funktioniert. Innert 2 Minuten ist der Schlauch installiert, hängt an der Schlossfassade hinunter und die erste Person kann losrutschen.

30'000-Franken-Fluchtweg
Beata Wüest, Abwartin des Schlosses Schauensee, zeigte, wie es geht. Und die Gemeinderatsmitglieder unter der Führung der Präsidentin Helene Meyer-Jenni rutschten nacheinander durch den spiralförmig ausgekleideten Schlauch. Zwar war allen der ernste Grund für die Rutschpartie bewusst, die Freude über das Abenteuer in der 9,5 Meter langen Röhre überwog jedoch.

Der Rettungsschlauch kostete rund 30'000 Franken und ist eine Massanfertigung. Er wurde angeschafft, weil das Schloss aus Sicherheitsgründen einen zweiten Fluchtweg haben musste. Nachdem alle wohlbehalten vor dem Schloss angekommen waren, meinte Vonesch: «Ich hoffe, dass wir den Schlauch nie brauchen müssen.»

ana