KRIENS: Provisorische Schulanlage für 4,2 Millionen

Kriens will zwei Einheiten eines mobilen Schulraum-Systems kaufen, die während der Sanierung der Schulanlagen Kirchbühl und Brunnmatt als Provisorium dienen sollen. Bewilligt der Einwohnerrat den Baukredit von 4,2 Millionen Franken, werden die Einheiten bis 2018 auf dem «Turnmätteli» bei der Krauerhalle aufgestellt.

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Die beiden Einheiten des mobilen Schulraum-Systems sollen dierkt neben der Krauerhalle auf dem «Turnmätteli» zu stehen kommen. (Bild: Google Maps)

Die beiden Einheiten des mobilen Schulraum-Systems sollen dierkt neben der Krauerhalle auf dem «Turnmätteli» zu stehen kommen. (Bild: Google Maps)

Wie lassen sich die Bauzeiten während der Sanierung von Schulanlagen am besten überbrücken? Mit dieser Frage sahen sich das Bildungs- sowie das Baudepartement Kriens bei der Vorbereitung der Gesamtsanierung des Sekundarschulzentrums Kirchbühl konfrontiert. Denn anders als bei bisherigen Sanierungen ist der Schulbetrieb jetzt im Kirchbühl-Schulhaus während jeweils eines Jahres für Kirchbühl 1+2 mangels schulhausinterner Ausweichmöglichkeiten nicht machbar.

Um das Problem zu lösen will die Gemeinde Kriens zwei Einheiten eines modularen Raumsystems beschaffen und während drei Jahren am gleichen Standort nutzen. Diese Investition ist so ausgelegt, dass die modularen Schulbauten anschliessend an einem anderen Standort weiterverwendet und entstehende Engpässe aufgefangen werden können, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Kriens vom Donnerstag.

Im Rahmen des Gesamtprojektes zur Werterhaltung bei Schulanlagen laufen zudem bereits bereits die Planungsarbeiten für die Innen- und Aussensanierung des Schulhauses Brunnmatt. Auch für dieses Schulhaus soll das jetzt geplante Provisorium am gleichen Ort genutzt werden können.

Krauerwiese als Schulanlage

Die mobilen Schulbauten sollen gemäss Medienmitteilung auf der Krauerwiese («Turnmätteli») aufgestellt werden. Dieser Standort ermögliche effiziente Sanierungsarbeiten und erhöhe gleichzeitig die Sicherheit der Schulkinder, die ihre Pausen nicht während eines Jahres direkt neben einer Baustelle verbringen müssten. Gleichzeitig sei der Standort so geeignet, dass er nicht nur während der Kirchbühl-, sondern auch während der Brunnmatt-Sanierung ohne bauliche Anpassungen genutzt werden könne.

Der etwas längere Schulweg entspricht den gesetzlichen Vorgaben und stand bei diesem Entscheid finanziellen und technischen Aspekten gegenüber. Rund 1 Million Franken tiefer fallen im Brunnmatt-Schulhaus die Kosten aus, wenn dort nicht ein eigenes Provisorium erstellt werden muss. Zwei Gebäude

Holzbauten im Minergie-Standard

Zum Einsatz kommen sollen zwei zweistöckige Gebäude aus dem Standard-Schulraumprogramm eines Schweizer Anbieters. Es handelt sich um qualitativ hochwertige Holzbau-Systeme, die ein gesundes und angenehmes Raumklima schaffen. Beide Gebäude werden mit einem überdachten Weg miteinander verbunden. Die zwei Einheiten ermöglichen in der späteren Nutzung maximale Flexibilität. Die beiden Holzbauten erfüllen den Minergie-Standard und verfügen über eine einfache Grundausrüstung.

Insgesamt werden acht Klassenzimmer und die benötigten Nebenräume erstellt. Das Inventar wird aus dem Kirchbühl-Schulhaus in die neuen Schulräume gezügelt und weiterverwendet.

Behandlung im Einwohnerrat

Der Einwohnerrat Kriens entscheidet am 30. April über den Sonderkredit von 4,2 Millionen Franken. 1,168 Millionen Franken sind im Baukredit Kirchbühl enthalten und werden dort nicht verwendet. Stimmt der Einwohnerrat dem vorgeschlagenen Weg zu, sollen die mobilen Schulräume auf der Krauerwiese in diesem Sommer gebaut werden und ab Schulbeginn im August 2015 zur Verfügung stehen. Vorerst für die Sekundar-Klassen des Kirchbühl-Schulhauses 1 (Schuljahr 2015/2016), dann Kirchbühl 2 (2016/2017) und zuletzt die Primarklassen des Schulhauses Brunnmatt (2017/2018).

pd/zim