KRIENS: Rote Zahlen erfreuen Kriens trotzdem

Die Rechnung der Gemeinde schliesst mit einem Minus von einer Million Franken ab. Das ist deutlich besser als erwartet, kommt aber nur dank des Landverkaufs Mattenhof zu Stand.

Pd/Rem/Cb
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Finanzchef Paul Winiker blickt positiv in die Zukunft. (Bild: Archiv Maria Schmid / Neue LZ)

Finanzchef Paul Winiker blickt positiv in die Zukunft. (Bild: Archiv Maria Schmid / Neue LZ)

Statt der budgetierten 2,62 Millionen Franken Minus beträgt das Defizit lediglich noch 1 Million Franken. Das hat Finanzchef Paul Winiker am Mittwoch bekanntgegeben. «Der Silberstreifen am Horizont ist sichtbar, aber es braucht weitere Anstrengungen, um ihn auch zu erreichen», sagt Winiker. Das Eigenkapital sei weitgehend aufgebraucht. Ohne den Landverkauf Mattenhof hätte das Defizit 5,3 Millionen Franken betragen. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 3277 auf 3542 Franken und liegt über dem kantonalen Mittel.

Während die Einnahmen mit 0,9 Prozent über Budget lagen, erzielte die Gemeinde bei den Ausgaben eine Korrektur nach unten. Insbesondere in den Bereichen Bildung (0,67 Millionen Franken), Gesundheit (0,97 Millionen Franken) und Soziales (0,97 Millionen Franken) konnte die Gemeinde Verbesserungen erzielen.

Unter dem Strich hat die Gemeinde Kriens 16,23 Millionen Franken ausgegeben. Ins Gewicht fielen insbesondere die Wasserversorgung, sowie die Neubauten der Hergiswaldbrücke und des Parkbads.

Entlastungsprogramm fortsetzen

Für den Gemeindrat Kriens ist klar, dass der eingeschlagene Weg zur Gesundung der Gemeindefinanzen richtig ist. «Der Gemeinderat will in den nächsten Jahren in die schwarzen Zahlen kommen. Deshalb war die Steuererhöhung auf das Jahr 2013 hin notwendig, ja es deckt noch nicht einmal das strukturelle Defizit von 2012, denn die Steuererhöhung bringt uns etwa 3 Millionen Franken zusätzlich», sagt Winiker.

Die Gemeinde Kriens steht mit den Schulhaus-Sanierungen und der Umsetzung der Zentrums-Projekte vor grossen Herausforderungen. Weitere Grossprojekte in den kommenden Jahren sind die Einführung der Integrativen Förderung, das Obligatorium für das 2. Kindergartenjahr ab 2016, der Ausbau der Horte für familienergänzende Betreuungsangebote sowie Projekte u.a. für den Ausbau des Wohnungsangebots für ältere Menschen.