KRIENS: SC Kriens: Schuldendeal mit der Gemeinde

Der Sportclub Kriens und die Gemeinde sind bald quitt. Der Schuldenberg schwindet langsam.

Lena Berger
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Werner Baumgartner, Präsident des SC Kriens, im Stadion Kleinfeld. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Werner Baumgartner, Präsident des SC Kriens, im Stadion Kleinfeld. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

«Unser Ziel, die Schulden bis im Sommer 2014 auf 200 000 Franken zu reduzieren, werden wir erreichen. Wir sind gut unterwegs», sagt Werner Baumgartner, seit letztem September neuer Präsident des Sportclubs Kriens (SCK). Letzten Sommer betrug die Schuldenlast noch 1,2 Millionen Franken.

Beigetragen zur Entlastung hat auch die Gemeinde Kriens. Sie schloss mit dem SCK vor Jahren einen Abzahlungsvertrag für einen Tribünenanbau auf dem Kleinfeld-Areal ab – eine Zahlung von fast 100 000 Franken blieb seither offen. Inzwischen einigte man sich. «Es war eine alte Geschichte, die noch aus der Welt geschafft werden musste. Der Club hat inzwischen 55 000 Franken abbezahlt. Den Rest – rund 95 000 Franken – hat die Gemeinde erlassen, da im Gegenzug der Anbau in den Besitz der Gemeinde übergeht und der Verein Abzahlungsanstrengungen unternommen hat», erklärt Gemeinderat Cyrill Wiget auf Anfrage. Vorteil für die Gemeinde: Der Anbau – ein Unterstand – kann nun auch von anderen Vereinen genutzt werden. «Wir haben einen Gegenwert erhalten, deshalb haben wir auf eine Rückzahlung verzichtet.»

Kein Pardon bei Mietschulden

Kein Pardon gebe es aber bei den Mietschulden, die der Club bei der Gemeinde angehäuft habe, betont Wiget. «Es ist wichtig, dass wir hier kein Präjudiz schaffen, sodass sich künftig auch andere Vereine nicht mehr verpflichtet fühlen, Miete zu zahlen.» Eine letzte Ratenzahlung sei auf Mitte Jahr vereinbart worden. «Ab dann sind wir mit der Gemeinde quitt», sagt Baumgartner.

Spätestens dann kann sich der SC Kriens wieder vermehrt auf sportliche Erfolge konzentrieren – und auf das Projekt Stadion, das seit langem ansteht. «Wir führten schon Gespräche mit dem Gemeinderat und diskutierten diverse Varianten», erzählt Baumgartner. Noch sei es aber verfrüht, über Details Auskunft zu geben.