Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

KRIENS: Scheune weicht 100-Millionen-Bau neben dem Südpol

Neben dem Südpol sind mehrere Bauprojekte in der Pipeline. Auch ein Autohändler hat dort Grosses vor.
Yves Portmann
An der Arsenalstrasse in Kriens ist eine Grossüberbauung geplant. (Bild Roger Grütter)

An der Arsenalstrasse in Kriens ist eine Grossüberbauung geplant. (Bild Roger Grütter)

Yves Portmann

Rund um das Luzerner Kulturzentrum Südpol wird es laut: Im Herbst fahren die Bagger für den Neubau der Musikhochschule Luzern auf (Ausgabe vom 11. Juni). Doch damit nicht genug – denn in unmittelbarer Nachbarschaft warten weitere grosse Bauprojekte auf ihre Realisierung.

Hochhaus bis 60 Meter möglich

Direkt auf der anderen Strassenseite des Südpols befinden sich eine leerstehende Scheune und ein Bauernhaus. Das knapp 5000 Quadratmeter grosse Areal gehört seit drei Jahren der Gebr. Amberg Bauunternehmung AG. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Autogarage Epper soll hier eine Wohn- und Geschäftssiedlung entstehen. «Wir erarbeiten gemeinsam mit der Baubehörde einen Bebauungsplan», sagt Bruno Amberg, Miteigentümer der Bauunternehmung. Für Projektdetails sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh – eine erste Lesung des Bebauungsplans im Krienser Einwohnerrat sei für Juni 2017 vorgesehen. Wenn alles nach Plan läuft, können die Bauarbeiten Ende 2019 beginnen. Auf dem Areal gehört gemäss Richtplan ein Teil zur Hochhauszone. Dort kann bis zu 60 Meter hoch gebaut werden. Ob tatsächlich ein Hochhaus gebaut wird, ist offen: «Ein Architekturwettbewerb wird zeigen, wie die Überbauung dereinst aussieht», erklärt Bruno Amberg. Er schätzt die Baukosten für die neue Überbauung auf rund 100 Millionen Franken.

Garage gibt Standort Allmend auf

Das benachbarte Autohaus Epper plant auf seinem 6000 Quadratmeter grossen Areal ebenfalls einen Neubau. Darin integriert werden soll auch die bisherige Filiale auf der Luzerner Allmend. Die beiden Standorte sollen also beim Südpol zusammengeführt werden. «Unsere heutige Infrastruktur in Kriens ist nicht mehr zeitgemäss», begründet Inhaber Stefan Epper die Baupläne. Das Areal sei dank der nahen Autobahn hervorragend erschlossen. Konkrete Pläne für die Bebauung werden nun im Rahmen eines Architekturwettbewerbs erarbeitet. Gemäss Zonenplan ist auf dem Areal bis zu 80 Prozent Wohnnutzung möglich, der Rest ist für Gewerbe reserviert. «Vorgesehen ist, den Gewerbeteil mit der neuen Garage und weiteren Verkaufsflächen für Dritte abzudecken», sagt Stefan Epper. Über der Garage sind Büroräume und Wohnungen geplant. Ob die Wohnungen verkauft oder vermietet werden, ist noch nicht klar. Fest steht für Stefan Epper aber, dass es keine Luxuswohnungen sein sollen. «Die Preise sollen sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen. Wir möchten uns hier auch unserem künftigen Nachbarn, der Musikhochschule anpassen.»

Metzgercenter baut aus

Bereits angefangen haben die Bauarbeiten für den Ausbau des Metzgercenters Zentralschweiz. Dieses steht unmittelbar neben dem Südpol und der geplanten Musikhochschule. Erweitert werden die Lagerräume des Metzgercenters. «Das Gebäude wird um ein Stockwerk erhöht und es entsteht ein kleiner Anbau für eine Rampe», sagt Geschäftsführer Erich Wigger. Der Nähe zu Südpol und zur Hochschule sieht Wigger gelassen entgegen: «Bei uns wird weder geschlachtet noch Fleisch abgepackt. Wir sind eine reine Handelsunternehmung.» Der Standort sei für das Metzgercenter insbesondere dank dem Autobahnanschluss ideal. «Wir haben ein rund 20-jähriges Baurecht und werden beim Südpol bleiben», sagt Wigger. Das Grundstück, auf dem das Metzgercenter steht, gehört der Luzerner Pensionskasse (LUPK). «Nach Ablauf des Baurechts könnte das Gebäude bei Platzbedarf von der Musikhochschule genutzt werden», sagt Alex Widmer, Leiter Immobilien der LUPK. «Eine entsprechende Vereinbarung haben wir mit allen Beteiligten unterzeichnet», so Widmer.

Auch einige hundert Meter weiter, auf dem Nidfeld-Areal, geht es vorwärts. Das dem Coop gehörende Grundstück liegt seit mehr als zehn Jahren brach. Bis 2020 soll dort eine Überbauung mit 300 Wohnungen, Läden, 1000 Arbeitsplätzen und einem 60-Meter-Hochhaus entstehen. Geplant ist zudem ein grosses Wellnessbad analog zum Aquafit in Sursee (Ausgabe vom Mittwoch).

«Transformation ist im Gange»

Thomas Glatthard ist der Gebietsmanager des Entwicklungsschwerpunkts Luzern Süd und über die diversen Bauvorhaben erfreut: «Diese Entwicklung zeigt uns, dass die Transformation des Industriegebietes in eine Wohn- und Geschäftszone im Gange ist. Dass nun Eigentümer auf diesen Zug aufspringen, freut uns sehr.» Der Prozess hin zu einem urbanen und verdichteten Stadtteil werde aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen. «Es ist nicht möglich und auch nicht erforderlich, dass alle Eigentümer gleichzeitig unser Konzept umsetzen», sagt Glatthard.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.