KRIENS: Schulklassen droht Schliessung

Der Einwohnerrat will bei den Lehrergehältern sparen. Weil das aber nicht in seiner Macht steht, müssen vielleicht bald die Schüler die Rechnung dafür zahlen.

Drucken
Teilen
Krienser Kinder im Computerraum ihrer Schule. (Themenbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Krienser Kinder im Computerraum ihrer Schule. (Themenbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Der Krienser Einwohnerrat hat ein wenig geschummelt, und dies könnte für die Schulen nicht unwesentliche Änderungen beinhalten. Eine Allianz aus CVP, FDP und SVP haben nämlich beschlossen, bei den Gehältern für die Lehrpersonen zu sparen. Konkret geht es um 125'000 Franken.

Geschummelt hat der Einwohnerrat, weil die Lohnzahlungen für Lehrer gar nicht in der Kompetenz der Gemeinde liegt, sondern beim Kanton. Die bürgerlichen Parteien stützen sich dabei auf die Annahme, dass der Kantonsrat in der Budgetdebatte die Gehälter der Lehrer künftig weniger stark an die Teuerung anpassen wird. Nur ist diese Annahme reine Spekulation.

Falls sich der Kantonsrat anders entscheiden wird, droht den Schulen ein herber Einschnitt. Denn falls das beschlossene Sparen bei den Löhnen der Lehrer nicht möglich wird, kann die Gemeinde dies praktisch nur über Klassenschliessungen erreichen.

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Montag, 2. November.