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KRIENS: Seit 60 Jahren «tapfer und treu»

Die Jungwacht feiert dieses Jahr einen runden ­Geburtstag. Sie muss stärker um Mitglieder kämpfen als zu den Gründerzeiten.
Stefan Dähler
Die Krienser Jungwacht-Schar im Gründungsjahr 1956 bei der Kapelle des Schlosses Schauensee. (Bild: PD)

Die Krienser Jungwacht-Schar im Gründungsjahr 1956 bei der Kapelle des Schlosses Schauensee. (Bild: PD)

Stefan Dähler

«Tapfer und treu» – seit 1956 wird der Erkennungsspruch der Jungwächter in Kriens von Generation zu Generation weitergegeben. Der Jugendverein feiert dieses Jahr sein 60-Jahr-Jubiläum.

Gegründet wurde er damals – typischer für Kriens geht es nicht – in der Kapelle Schauensee. Initiant war Fredi Graber, der 2013 verstorbene Onkel von CVP-Ständerat Konrad Graber und CVP-Einwohnerrätin Kathrin Graber. «Das Ziel war die Förderung und Erziehung der Jungen», erinnert sich Richard Seitz, der in den frühen 60er-Jahren Mitglied der Jungwacht Kriens war. Damals seien bis zu 50 Buben in die Lager gekommen.

Einnahmequelle: Papiersammlung

Eine wichtige Einnahmequelle für die Jungwacht ist – damals wie heute – die Papiersammlung. Ebenfalls geblieben ist die Unterstützung durch die katholische Kirche. In den Anfangszeiten erhielt die Krienser Jungwacht zudem Beiträge durch den damaligen militärischen Vorunterricht – einer Institution des Bundes, welche die militärisch-sportliche Körperertüchtigung förderte. Heute gibt es Beiträge von der Abteilung Jugend + Sport. ­Zudem bezahlen Kinder eine Gebühr für die Teilnahme an Lagern. In den 60er-Jahren betrug diese pro Kind rund 70 Franken, so Richard Seitz. Heute sind es 250 Franken für das Sommerlager, was allerdings immer noch relativ günstig ist für zwei Wochen Kost und Logis.

Die Jungwacht im Jahr 1956.Die Jungwacht im Jahr 1956.
Und so sieht die aktuelle Jungwacht-Truppe aus. Ein Gruppenbild aus dem Sommerlager im Jahr 2014 in Giswil.Und so sieht die aktuelle Jungwacht-Truppe aus. Ein Gruppenbild aus dem Sommerlager im Jahr 2014 in Giswil.
Zwei Jahre zuvor fand das Sommerlager in Cevio TI statt.Zwei Jahre zuvor fand das Sommerlager in Cevio TI statt.
Das Sommerlager im Jahr 1969 in Lauelen.Das Sommerlager im Jahr 1969 in Lauelen.
Ein weiteres Foto aus dem Sommerlager in Lauelen.Ein weiteres Foto aus dem Sommerlager in Lauelen.
Das Sommerlager 1973 in Oberwald.Das Sommerlager 1973 in Oberwald.
6 Bilder

60 Jahre Jungwacht Kriens

Die Aktivitäten der Jungwacht mit Sommer-, Pfingst- und Winterlagern, Scharanlässen sowie wöchentlichen Gruppenstunden sehen heute noch gleich aus wie zu Gründerzeiten. Dennoch hat sich in dieser Zeit vieles verändert. So tragen die Mitglieder kaum mehr Uniformen.

Gemeinsame Lager mit Blauring

Die militärisch-sportliche Körperertüchtigung steht heute nicht mehr im Vordergrund. Früher war die Trennung von Buben und Mädchen ausserdem strikter. «Wir arbeiten heute mit dem Blauring Kriens zusammen», sagt Christian Büchler, Teil des aktuellen Leitungsteams.

Seit 2011 führen die Vereine jedes zweite Sommerlager gemeinsam durch. Bei den Winterlagern ist dies bereits länger der Fall. «So kommen mehr Kinder mit, und man kann bei der Infrastruktur sparen», sagt Büchler. Denn wie viele andere Vereine hatte auch die Jungwacht Kriens in den letzten Jahren Probleme, Nachwuchs zu finden. «Das Angebot für die Jungen ist heute viel grösser als früher», sagt Richard Seitz. «Die Vereine müssen kämpfen.»

Wieder mehr Mitglieder

Zuletzt ging es wieder aufwärts. «Wir haben zurzeit rund 30 Kinder und 15 Leiter als Mitglieder», sagt Christian Büchler. Im letzten Jahr seien rund zehn zusätzliche Mitglieder hinzugekommen. Die Jungwacht liegt damit im kantonalen Trend. Zahlreiche Jugendvereine konnten in den letzten Jahren nach einem Zwischentief wieder zulegen (Ausgabe vom Montag).

Allerdings müssen die Leiter auch etwas in die Nachwuchsförderung investieren: «Wir machen Schnupperanlässe und laden dazu alle Erst- und Zweitklässler in Kriens ein», sagt Büchler. Ausserdem wolle man mehr Migranten im Verein aufnehmen. Diese Strategie ist Teil einer Kampagne des nationalen Dachverbands Jungwacht Blauring Schweiz. «Weiter sind unsere Anlässe auch offen für Nichtmitglieder», sagt Büchler. So können Jungwächter auch Freunde mitbringen, die nicht beim Verein sind. Diese können so allenfalls als Mitglieder gewonnen werden.

HINWEIS

Am 30. April findet anlässlich des 60-Jahr-­Jubiläums der Jungwacht Kriens von 11 bis etwa 16 Uhr beim Schulhaus Brunnmatt ein öffent­licher Anlass statt.

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